Die Kunst der unauffälligen Pause
Wir kennen es alle: Es ist Dienstagvormittag, das nächste Meeting ist noch eine Stunde hin und die Motivation hat sich irgendwo zwischen Kaffeemaschine und Drucker verabschiedet. Du brauchst eine Ablenkung. Aber Steam zu öffnen ist zu riskant und auf dem Handy zu daddeln sieht sofort nach Arbeitsverweigerung aus. Die Lösung? Ein Browsergame. Sieht aus wie Arbeit (wenn man die Augen zusammenkneift), braucht keine Installation und ist mit einem Klick weg, wenn der Vorgesetzte um die Ecke biegt.
Doch statt sinnlos Cookies zu klicken, habe ich etwas Besseres gefunden. Etwas mit Tiefgang, Humor und einer ordentlichen Portion Swissness.
DSWDSGKK – Der Zungenbrecher mit Suchtpotenzial
Hinter dem etwas sperrigen Akronym verbirgt sich «Das Spiel wo du Schweizer Gemeinden kaufen kannst». Und der Name ist Programm. Stell dir vor, Risiko, Monopoly und ein klassisches RPG hätten ein Kind bekommen, das in einer Schweizer Amtsstube gross geworden ist – das ist DSWDSGKK.ch.
Das Prinzip klingt simpel, entfaltet aber extrem schnell eine taktische Tiefe: Du kaufst echte Schweizer Gemeinden. Ja, du kannst stolzer Besitzer von Olten, Zermatt oder deiner eigenen Heimatgemeinde werden. Aber das ist erst der Anfang.
Vom Dorfvorsteher zum Strategen
Was dieses Game ideal für die Büropause macht, ist die Mischung aus schnellem Check-in und langfristiger Planung. Du kaufst deine Gemeinde nicht nur, du musst sie managen. Hier kommen die RPG-Elemente ins Spiel, die man so in einem reinen Aufbau-Titel nicht erwartet.
- Gebäude-System: Du baust deine Gemeinde aus, um sie stärker zu machen.
- Level-Aufstieg: Du sammelst XP und verteilst Skillpunkte.
- Items ohne Ende: Es gibt Millionen von Items in verschiedenen Seltenheitsgraden – von «Gewöhnlich» bis «Mythisch». Der Loot-Drang kickt sofort rein.
Schweizer Motive als Waffe
Der wirkliche Charme des Spiels liegt aber im Humor. Wenn du deine Gemeinde gegen andere Spieler im PvP verteidigst oder einen Angriff startest, nutzt du keine Feuerbälle oder Drachen. Nein, du kämpfst mit purer Schweizer Kultur.
Das Spiel nutzt Skillkarten, die jedem Eidgenossen ein Schmunzeln entlocken. Du setzt «Kantönligeist» ein, beschwörst den inneren «Bünzli» oder spielst die Karte «Cervelat-Prominenz». Insgesamt gibt es 90 dieser Karten freizuschalten. Das macht die Kämpfe nicht nur taktisch interessant, sondern auch unterhaltsam zu lesen.
Kampagnen und Tower Defense für die Mittagspause
Wenn gerade kein anderer Spieler für ein PvP-Duell verfügbar ist oder du etwas mehr Zeit in der Mittagspause hast, bietet das Spiel auch Singleplayer-Content. Kampagnen wie «Der Schatten von Luzern» oder «Auf den Spuren von Wilhelm Tell» bringen Abwechslung in den Grind.
Besonders cool finde ich die Feldzüge. Das ist im Grunde ein Tower Defense Minigame gegen andere Spieler. Perfekt, um mal kurz zehn Minuten abzuschalten, bevor man sich wieder den Excel-Tabellen widmen muss.
Der Haken (der eigentlich keiner ist)
Kommen wir zum Elefanten im Raum: Ist das gratis? Nein, und das ist eigentlich gut so. Um mitzuspielen, musst du mindestens eine Gemeinde kaufen. Der Startpreis für jede der 2'121 Schweizer Gemeinden liegt bei 5 CHF.
Warum ist das gut? Es hält die Trolls fern und sorgt dafür, dass die Spielerbasis engagiert ist. Ausserdem gibt es einen integrierten Marktplatz, auf dem du Items und sogar ausgebaute Gemeinden wieder verkaufen kannst. Es entsteht also eine echte kleine Ökonomie.
Fazit: Dein neues Geheimnis im Tab
DSWDSGKK ist mehr als nur ein Pausenfüller. Es ist ein liebevoll gestaltetes Strategiespiel von Schweizern für Schweizer (und Fans der Schweiz), das genau die richtige Balance zwischen Komplexität und Zugänglichkeit findet. Da es rein im Browser läuft, ist es der perfekte Begleiter für den Arbeitsalltag – solange du den «Boss Key» (oder einfach ALT+TAB) beherrschst.
Hast du das Zeug dazu, deine Gemeinde zur mächtigsten der Schweiz zu machen? Dann investier den Fünfliber und zeig den anderen, wo der Bartli den Most holt.