Es wird eng auf der Landkarte: Nur noch 2110 Gemeinden übrig
Hast du noch eine alte Schweizer Landkarte im Keller? Behalt sie gut. Sie ist bald ein historisches Dokument. Das grosse Gemeindesterben – oder politisch korrekter: die «Fusions-Welle» – rollt unaufhaltsam weiter. Pünktlich zum Jahresstart 2026 hat sich das Gesicht der Schweiz erneut verändert. Wir sind runter auf 2110 Gemeinden. Zum Vergleich: Zu Bundesstaatsgründung 1848 waren es noch über 3000.
Vielleicht wohnst du selbst in einem Ort, der seinen Namen gerade verloren hat oder bald verlieren wird. Besonders im Mittelland und in der Westschweiz wird fleissig geheiratet. Oft aus Liebe, manchmal aus Geldnot und fast immer mit viel emotionalem Diskussionsstoff am Stammtisch. Schauen wir uns an, wer dieses Jahr die Ortsschilder abschrauben musste.
Der grosse Knall: Moutier ist jetzt jurassisch
Okay, technisch gesehen keine Fusion, aber die wohl spektakulärste Änderung auf der Karte seit Jahrzehnten: Seit gut sieben Wochen, also seit dem 1. Januar 2026, gehört Moutier offiziell nicht mehr zum Kanton Bern, sondern zum Kanton Jura. Nach jahrelangem Hin und Her, Abstimmungen und juristischen Scharmützeln ist der Wechsel vollzogen. Das Berner Wappen ist weg, die jurassische Fahne weht. Für Geografie-Nerds und Kartografen war der Jahreswechsel absolute Schwerstarbeit.
Wer per 1. Januar 2026 fusioniert hat
Während Moutier den Kanton wechselte, haben andere Gemeinden ihre Existenz als eigenständige politische Einheiten ganz aufgegeben. Hier sind die prominentesten «Abgänge» dieses Jahres:
Aargau: Brugg wird noch mächtiger
Im Aargau ist der «Riese» Brugg weiter gewachsen. Die Stadt hat die Nachbargemeinde Villnachern geschluckt. Villnachern, mit seinen rund 1700 Einwohnern, ist nun Geschichte – zumindest politisch. Für die Brugger bedeutet das: Mehr Steuerzahler, mehr Fläche, aber auch mehr Infrastruktur zum Unterhalten. Der Bezirkshauptort festigt damit seine Position als regionales Zentrum massiv.
Solothurn: Das Trio im Wasseramt
Auch im Kanton Solothurn hiess es: Gemeinsam sind wir stärker. Die Gemeinden Kriegstetten, Halten und Oekingen haben sich zusammengetan. Der neue Name? Ganz pragmatisch: Kriegstetten. Für die Einwohner von Halten und Oekingen ist das bitter – ihr Dorfname verschwindet von der offiziellen Gemeindeliste. Aber sind wir ehrlich: Verwaltungstechnisch macht es Sinn. Wer will schon drei Gemeindeschreiber für drei Dörfer bezahlen, die fast zusammengebaut sind?
Freiburg: Der ewige Fusions-Motor
Der Kanton Freiburg ist und bleibt der Schweizer Meister im Fusionieren. Auch 2026 gab es Mutationen. Fétigny und Ménières in der Broye haben sich zur neuen Gemeinde Fétigny-Ménières zusammengeschlossen. Ein klassischer Doppelname – in der Ehe vielleicht etwas aus der Mode gekommen, bei Gemeindefusionen aber ein beliebter Kompromiss, damit sich niemand benachteiligt fühlt. Zudem hat Gurmels die kleine Gemeinde Ulmiz aufgenommen.
Apropos verschwindende Gemeinden: Es schmerzt schon ein bisschen, wenn traditionsreiche Namen von der Karte getilgt werden, oder? Wenn du – wie ich – ein Fan von lokaler Identität bist, habe ich einen Tipp für dich: Bei DSWDSGKK.ch kannst du dir diese Orte sichern. Egal ob Villnachern, Ulmiz oder deine eigene Heimatgemeinde: In diesem Schweizer Strategiespiel kannst du jede Gemeinde kaufen, ausbauen und gegen andere verteidigen. So lebt der Name zumindest in deinem digitalen Portfolio weiter – und du kannst im Duell zeigen, dass dein Dorf stärker ist als die Grossstadt.
Der nächste Thriller: Weggis und Greppen (Luzern)
Nach der Fusion ist vor der Fusion. Der nächste grosse Krimi spielt sich am Vierwaldstättersee ab. In wenigen Wochen, am 8. März 2026, wird es an der Rigi ernst. Die Luzerner Gemeinden Weggis und Greppen stimmen über ihre Fusion ab.
Das ist keine 08/15-Entscheidung. Weggis, der Tourismus-Hotspot, und das etwas beschaulichere Greppen wollen zusammenspannen. Die Kantonsregierung in Luzern hat bereits einen fetten Fusions-Check über 2,6 Millionen Franken in Aussicht gestellt, sollte die Hochzeit klappen. Aber der Widerstand regt sich oft erst kurz vor der Urne. Verliert Greppen seine Seele? Wird Weggis zu dominant? Das Resultat wird mit Spannung erwartet. Wenn es ein Ja gibt, verschwindet Greppen per 1. Januar 2027 von der Landkarte.
Waadtland: Beschlossene Sache für 2027
Während man in Luzern noch zittert, sind die Waadtländer schon einen Schritt weiter. Für den 1. Januar 2027 ist die Fusion von Lucens und Curtilles bereits beschlossene Sache. Lucens, bekannt für sein Schloss und die Sherlock-Holmes-Verbindung, wird die kleine Nachbargemeinde aufnehmen. Auch hier zeigt sich der Trend: Die Zentren wachsen, die kleinen Satelliten docken an.
Die «Elefanten-Hochzeiten»: Was läuft in Luzern und Fribourg?
Neben den kleinen Dorf-Hochzeiten gibt es immer wieder Gerüchte über echte Mega-Fusionen. Was ist eigentlich daraus geworden?
Ebikon und die Stadt Luzern
Das wäre ein Erdbeben in der Zentralschweiz. Ebikon (zweitgrösste Gemeinde im Kanton) und die Stadt Luzern flirten schon länger. Aktuell wird an einem detaillierten Planungsbericht gearbeitet, der im Herbst 2026 erwartet wird. Sollte das durchkommen, entstünde eine echte Grossstadt, die Zürich und Bern in Sachen Gewichtsklasse etwas mehr Paroli bieten könnte. Aber Achtung: Die Ebikoner sind stolz und haben Angst, nur noch ein «Quartier» der Leuchtenstadt zu sein.
Grand Fribourg
Das Projekt «Grossfreiburg» ist so etwas wie die unendliche Geschichte. Ein erster Anlauf für eine Fusion der Stadt Fribourg mit ihren acht Nachbarn scheiterte krachend. Doch das Thema ist nicht tot. Die finanziellen Zwänge sind real. Es ist gut möglich, dass hier bald ein neuer Anlauf in abgespeckter Form kommt – vielleicht nicht mit allen neun Gemeinden, aber mit den willigen.
Warum tun die das eigentlich?
Warum gibt eine Gemeinde ihre Unabhängigkeit auf? Das Wappen, die eigene Verwaltung, den Gemeindepräsidenten? Meistens drückt der Schuh an zwei Stellen:
- Das liebe Geld: Kleingemeinden können sich teure Infrastruktur (Schulhäuser, Kläranlagen, Digitalisierung der Verwaltung) kaum noch leisten. Der Steuerfuss explodiert, die Attraktivität sinkt.
- Das Personal: Das Schweizer Milizsystem gerät an seine Grenzen. Finde mal in einem 400-Seelen-Dorf sieben fähige Leute, die ihre Freizeit für den Gemeinderat opfern wollen – für einen Gotteslohn und viel Kritik. Viele Gemeinden fusionieren schlicht, weil sie ihre Behörden nicht mehr besetzen können.
Es ist ein rationaler Entscheid, der oft emotional weh tut. Die «Heimat» fühlt sich plötzlich anders an, wenn das Gemeindehaus nicht mehr im Dorf steht, sondern drei Busstationen weiter.
Sichere dir deine Gemeinde für die Ewigkeit
Die Fusions-Welle wird nicht stoppen. Experten rechnen damit, dass wir in zehn Jahren deutlich unter 1800 Gemeinden fallen könnten. Wenn du den lokalen Patriotismus aber nicht aufgeben willst, kannst du ihn digital ausleben. Bei DSWDSGKK.ch spielen solche politischen Grenzen keine Rolle – oder besser gesagt: Du definierst sie neu. Baue dein eigenes Imperium auf, handle mit Grundstücken und sorge dafür, dass deine Lieblingsgemeinde zumindest im Spiel die mächtigste der Schweiz bleibt. Ein Blick lohnt sich: bei DSWDSGKK.ch ausprobieren.
Ob dein Dorf nun fusioniert oder nicht: Die Identität liegt am Ende bei den Leuten, nicht auf dem Briefpapier der Verwaltung. Trotzdem: Ein bisschen Wehmut darf sein, wenn wieder ein alter Name von der Karte verschwindet.