Schweiß, Adrenalin und eine echte Fotografie-Legende
Die Luft brennt in der Hauptstadt. Wer gedacht hätte, dass die 21. Staffel von Germany's Next Topmodel den Kandidaten eine kleine Verschnaufpause gönnt, wurde in Folge 9 eines Besseren belehrt. Kurz vor dem sehnlichst erwarteten Abflug in die legendäre Modelvilla nach Los Angeles zog Heidi Klum die Daumenschrauben noch einmal kräftig an. Das Motto der Woche? Schweiß, Testosteron und absolute Hingabe. Die verbliebenen Male Models mussten beweisen, dass sie nicht nur auf dem Laufsteg eine gute Figur machen, sondern auch vor der Kamera einer absoluten Branchen-Ikone abliefern können.
Niemand Geringeres als Starfotografin Ellen von Unwerth bat die Jungs zum sportlichen Duell. Die Kulisse: Ein rauer Boxring und ein urbaner Basketball-Court mitten in Berlin. Zwei Settings, die den Kandidaten physisch und mental alles abverlangten. Heidi Klums Ansage an ihre Schützlinge war unmissverständlich: Sie wollte Schweiß sehen. Echten Einsatz. Keine leeren Posen, sondern pure Leidenschaft. Und Ellen von Unwerth ist exakt die richtige Fotografin, um genau diese wilde, ungebändigte Energie aus den Models herauszukitzeln.
Das Geheimnis von Ellen von Unwerth: Rohe Energie statt starrer Perfektion
Wenn Ellen von Unwerth das Set betritt, spürt man sofort, dass hier Fotografie-Geschichte geschrieben wird. Die heute 72-Jährige startete einst selbst als Model vor der Kamera, bevor sie die Seiten wechselte und die Modewelt revolutionierte. Sie war es, die in den späten Achtzigern und Neunzigern eine völlig neue Bildsprache etablierte. Während andere Fotografen ihre Models in kühle, erstarrte Posen zwangen, ließ von Unwerth sie lachen, tanzen, rennen und leben. Ihre berühmten Schwarz-Weiß-Kampagnen für Guess machten Claudia Schiffer zum Weltstar. Ihr Geheimnis? Sie sucht das Imperfekte, das Knistern, die Bewegung.
Genau diese Philosophie brachte sie auch an das GNTM-Set 2026 mit. Beim Sport-Shooting durften die Kandidaten nicht einfach nur posieren. Sie traten in Paaren gegeneinander an. Ein direktes Duell vor der Linse. Ellen provozierte Interaktion, forderte die Männer auf, sich buchstäblich in den Schwitzkasten zu nehmen oder beim Basketballkampf um den Ball echten Einsatz zu zeigen. Wer hier überlegte, ob sein Profil von der linken Seite besser aussieht, hatte schon verloren. Die Kandidaten mussten lernen, die Kontrolle abzugeben und sich voll dem Moment hinzugeben – eine Lektion, die für eine internationale Karriere Gold wert ist.
Die Psychologie des Shootings: Wenn Feindschaft zu High-Fashion wird
Besonders faszinierend war die Dynamik der zugelosten Duell-Partner. In einem Wettbewerb wie Germany's Next Topmodel, bei dem der Konkurrenzdruck von Tag zu Tag ins Unermessliche steigt, prallen unweigerlich Egos aufeinander. Carsten, mit 49 Jahren der absolute Best Ager der Runde, und der 21-jährige Hobby-Boxer Ibo wirkten auf den ersten Blick wie ein denkbar ungleiches Duo. Doch Ibo gab bereits vor dem Shoot die selbstbewusste Marschroute vor: Die beiden wollten sich nicht gegenseitig plattmachen, sondern die Kamera plattmachen. Das Ergebnis? Ein harmonisches, extrem kraftvolles Shooting, das Heidi Klum restlos begeisterte und beiden den Sieg in ihrem Duell einbrachte.
Noch dramatischer verlief das Aufeinandertreffen von Godfrey (34) und dem Petit Model Jayden (22). Beide Männer machten im Vorfeld keinen Hehl daraus, dass sie eigentlich überhaupt keine Lust auf ein gemeinsames Shooting hatten. Die Antipathie war spürbar. Doch genau hier zeigte sich die Magie einer Ellen von Unwerth. Sie nutzte diese Reibung. Sie kanalisierte die Abneigung der beiden in eine knisternde fotografische Spannung. Vor der Linse transformierte sich die genervte Stimmung in eine rohe, fast aggressive High-Fashion-Energie, die das Bild extrem stark machte. Heidi lobte sie prompt als die absoluten Spitzenreiter des Tages. Es bewies einmal mehr: In der Modebranche musst du deinen Partner nicht lieben – du musst nur wissen, wie du die gemeinsame Energie nutzt.
So kreierst du selbst Model-Fotos mit roher Energie
Was können angehende Models, Content Creator und Fashion-Liebhaber von diesem spektakulären GNTM-Shooting lernen? Zunächst einmal: Vergiss die eingefrorene Pose. Die besten Bilder entstehen in der Bewegung. Wenn du ein Shooting planst, spiele deine Lieblingsmusik ab, bewege dich kontinuierlich und lass den Fotografen im Burst-Modus abdrücken. Trau dich, Emotionen zu zeigen – sei es ein lautes Lachen, ein intensiver Blick oder sogar ein Hauch von Aggressivität wie im Boxring bei Ellen von Unwerth. Authentizität schlägt Perfektion jedes Mal.
Natürlich hat nicht jeder sofort das Budget, um Starfotografen zu buchen oder aufwendige Sets aufzubauen. Für eine schnelle Sedcard oder professionelle Portfolio-Fotos zum Üben müsst ihr jedoch nicht gleich ein Vermögen in ein Studio investieren. Express Headshot AI erstellt aus einem einzigen Selfie in unter 30 Sekunden Model-würdige Porträts – komplett mit verschiedenen Outfit-Stilen von Casual bis Business, diversen Hintergründen und perfekter Studiolicht-Simulation. Wer sein eigenes Profil aufwerten will, holt sich mit dieser kostenlosen App unkompliziert professionelle Ergebnisse für Instagram, LinkedIn oder erste Casting-Bewerbungen und kann in aller Ruhe testen, welcher Look und Ausdruck am stärksten wirkt.
Currywurst und Vorschlaghammer: Heidis unkonventionelles Date
Wer das knallharte Duell-Shooting gewann, wurde nicht mit einem klassischen Luxus-Dinner belohnt. Heidi Klum überraschte ihre Favoriten – darunter Carsten, Ibo, Godfrey und Jayden – mit einem Date, das so herrlich bodenständig und verrückt war, wie man es von GNTM kennt. Die Location: Ein waschechter Berliner Schrottplatz. Statt in Designer-Roben schlüpften Heidi und die Jungs in blaue Arbeitsoveralls (die berühmten Blaumänner), setzten Schutzhelme auf und griffen zu massiven Vorschlaghämmern. Die Aufgabe? Einen schrottreifen Kleinwagen nach allen Regeln der Kunst zu zertrümmern.
Dieser Ausflug war ein genialer Schachzug der Modelmama, um den immensen Druck der letzten Wochen abzubauen. Godfrey empfand das wilde Einschlagen auf die Karosserie als enorm befreiend. Und nach getaner, schweißtreibender Arbeit saß die Gruppe stilecht am typischen Berliner Imbiss zusammen. Carsten resümierte die Situation wunderbar treffend, als er lachend feststellte, er hätte in seinem Leben nie damit gerechnet, einmal gemeinsam mit Heidi Klum auf einem Schrottplatz zu stehen und eine Currywurst zu futtern. Diese menschlichen, ungefilterten Momente sind es, die GNTM auch in Staffel 21 so nahbar machen.
Drama in der Model-WG: Tränen vor dem großen Walk
Trotz der Schrottplatz-Katharsis blieb die Stimmung nicht bei allen Kandidaten entspannt. Die Model-WG bot in dieser Woche reichlich Zündstoff. Besonders der extrem ehrgeizige Godfrey fiel durch eine ungeduldige Art auf, die bei einigen Mitstreitern für Unmut sorgte. Felix attestierte ihm Phasen, in denen er im zerstörerischen Sinne extrem energiegeladen sei. Richtig eskalierte die Situation jedoch mit Tony. Godfrey ließ sich zu unangebrachten Kommentaren hinreißen, die den sonst so fokussierten Tony hart trafen.
Nachdem Heidi kurz in der WG vorbeigeschaut hatte und die Gruppe wieder unter sich war, flossen bei Tony die Tränen. Die Enttäuschung saß tief, denn er betonte, dass er sich auf keinen Fall in eine künstliche Drama-Show reinziehen lassen wolle. Carsten beschrieb die eisige Stimmung treffend als eine Situation, die für absolut alle im Raum unangenehm war. Obwohl Godfrey seine harten Worte später bereute, zeigte dieser Vorfall überdeutlich: Das Nervenkostüm der Männer ist kurz vor dem Ticket nach L.A. hauchdünn. Jeder Fehler, jedes falsche Wort kann die Konzentration für den alles entscheidenden Walk ruinieren.
1000 Augen am Potsdamer Platz: Der finale Entscheidungswalk
Und dieser Walk hatte es in sich. Vorbei die Zeiten, in denen die Kandidaten abgeschottet in einer leeren Halle laufen durften. Heidi Klum konfrontierte die Top 16 mitten in Berlin mit der harten Realität der Modewelt: Ein Public Walk am belebten Potsdamer Platz. Rund 500 Zuschauer hatten sich um den spektakulären Runway unter der berühmten Glaskuppel versammelt. Heidi rechnete ihren Jungs den Druck gnadenlos vor: "Das sind 1000 Augen, die nur auf euch gerichtet sind!"
Ausgestattet wurden die Male Models vom britischen Modedesigner Daniel W. Fletcher. Fletchers Designs zeichnen sich durch eine geniale Mischung aus traditionellem Tailoring und subversiver Jugendkultur aus – perfekt für die durchtrainierten Körper der Kandidaten. Doch gute Kleidung allein reicht nicht, wenn die Attitude fehlt. Als besondere Unterstützung für Heidi Klum nahmen neben Fletcher auch die Social-Media-Superstars der Elevator Boys auf den Jury-Stühlen Platz. Die Content-Profis wissen genau, wie man innerhalb von Sekundenbruchteilen Präsenz zeigt und eine Aura aufbaut. Sie gaben den Kandidaten wertvolle Lebensweisheiten mit auf den Weg, wie sie das Publikum in ihren Bann ziehen können.
Abschied und Tränen: Wer ist raus in Folge 9?
Am Ende des Abends musste Heidi Klum jedoch ihre wohl gefürchtetste Pflicht erfüllen. Nicht für alle Männermodels reichte die Kombination aus Ellen von Unwerths Foto-Shooting und dem Walk vor den strengen Augen der Elevator Boys. Der Druck des Live-Publikums und die gnadenlose Konkurrenz forderten ihre Opfer.
Für drei Kandidaten platzte der große Traum von einer internationalen Karriere jäh. Der 24-jährige Cenk aus Bregenz, der 20-jährige Benjamin aus Hamburg und der 21-jährige Adrian aus Gladbeck konnten die Jury in dieser Woche leider nicht restlos überzeugen. Sie mussten ihre Koffer packen und die Heimreise antreten, kurz bevor der Flug in die Vereinigten Staaten startete. Der Abschied fiel schwer, Tränen flossen, doch die Modelwelt ist eben ein knallhartes Business.
Für die verbliebenen Top 13 Männer heißt es jetzt jedoch: Tief durchatmen, Reisepass bereithalten und den Glamour aufsaugen. Die Tore zur begehrten Modelvilla in Los Angeles stehen weit offen. Wir sind mehr als gespannt, welche dramatischen Shootings, spektakulären Walks und unerwarteten Wendungen in der City of Angels auf unsere GNTM-Boys warten. L.A., mach dich bereit!