GNTM 2026: Der Druck steigt in der großen Casting-Woche
Die 21. Staffel von Germany's Next Topmodel nimmt massiv an Fahrt auf. Nachdem die männlichen Kandidaten bereits am Mittwoch vorlegen durften, standen am Donnerstag, den 5. März 2026, die weiblichen Models im absoluten Fokus. Folge 8 markierte einen entscheidenden Wendepunkt in der aktuellen Staffel: die große Casting-Woche. Wer in der Fashion-Industrie Fuß fassen will, muss nicht nur Heidi Klum auf dem Laufsteg überzeugen, sondern vor allem die echten Kunden begeistern. Gleich acht begehrte Jobs standen auf dem Spiel, und die Konkurrenz in der Model-Villa war greifbar.
Während einige der bisher lautesten Kandidatinnen Nerven zeigten, schlug die Stunde der ruhigen Charaktere. Eine Kandidatin, die in den vergangenen sieben Wochen eher durch leise Zurückhaltung glänzte, nutzte diese Chance, um sich endgültig als Top-Favoritin zu positionieren.
Vom Underdog zum Casting-Liebling: Marlenes großer Durchbruch
Wenn es eine Lektion aus Folge 8 gibt, dann diese: Stille Wasser sind tief. Marlene, die 20-jährige Modemanagement-Studentin aus Erftstadt, flog bei vielen Zuschauerinnen und Zuschauern bisher ein wenig unter dem Radar. Die leidenschaftliche Barista mit einem Faible für Vintage-Mode vom Flohmarkt überzeugte bislang zwar durch solide Leistungen, der große Wow-Moment fehlte jedoch. Das änderte sich schlagartig, als High-Fashion-Designer Dawid Tomaszewski zum Casting rief.
Im Warteraum trafen die Frauen völlig unerwartet auf jene drei männlichen Models, die Tomaszewski bereits am Vortag für die engere Auswahl nominiert hatte. Während Kandidatinnen wie Lola und Merret sich von der männlichen Präsenz sichtlich ablenken ließen und laut lachten, blieb Marlene fokussiert. Diese Professionalität zahlte sich aus: Gemeinsam mit Julia buchte Marlene die prestigeträchtige Kampagne des Designers.
Doch der eigentliche Triumph wartete beim Casting für das renommierte Sleek Magazine. Es ging um ein mehrseitiges Editorial – der absolute Traum eines jeden Nachwuchsmodels. Marlene betrat das Set mit einer Mischung aus sanfter Eleganz und messerscharfer Präzision. Sie verstand sofort die Vision der Fotografen und lieferte Posen ab, die modern, edgy und dennoch vollkommen mühelos wirkten. Das Kunden-Feedback war eindeutig: Marlene sicherte sich den Job und bewies, dass echte Model-Attitüde nicht laut sein muss, um gesehen zu werden.
Latina-Power und Sportsgeist: Die weiteren Siegerinnen der Woche
Marlene war nicht die Einzige, die in Folge 8 abräumte. Ein weiterer Stern am GNTM-Himmel ist Daphne. Die 24-Jährige mit ecuadorianischen Wurzeln betonte bereits im Vorfeld, dass die Show „mehr Latinas und mehr Fuego“ brauche. Und sie hielt Wort! Daphne angelte sich nicht nur den Brautmoden-Job für Kaviar Gauche, sondern setzte sich auch beim wohl begehrtesten Casting der Woche durch: Gemeinsam mit Aurélie wird Daphne für die legendäre Bikini-Ausgabe der Sports Illustrated vor der Kamera stehen – ein Flug in die Sonne inklusive. Für Daphne, die sich stolz als Curvy-Model präsentiert, war dies ein enorm wichtiger Meilenstein für mehr Diversität in der Fashion-Branche.
Auch Anna konnte jubeln. Sie überzeugte die Verantwortlichen der Füchse Berlin und schnappte sich die sportliche Kampagne mit Fokus auf den Handball-Sport. Nana rundete das Casting-Fest ab und sicherte sich das Schmuck-Shooting bei der Überraschungs-Kundin Esther Perbandt.
Der Entscheidungswalk: Drehwurm im Rennsport-Look
Nach den intensiven Castings wartete der berühmt-berüchtigte Entscheidungswalk auf die Models. Heidi Klum hatte sich einmal mehr eine extreme Challenge überlegt. Die Bühne glich einem Formel-1-Parcours, komplett mit einem echten Rennboliden. Doch der Schwierigkeitsgrad lag im Detail: Die Laufsteg-Platte war sternförmig und drehte sich unaufhörlich. Zu allem Überfluss mussten die Kandidatinnen beim Walk einen klobigen Helm tragen, was nicht nur das Sichtfeld einschränkte, sondern auch die Balance massiv erschwerte.
Unterstützt wurde Heidi in dieser Woche von Modedesigner und Gastjuror Jeremy Scott. Der extrovertierte Designer besuchte die Models kurz vor dem Walk backstage und gab ihnen einen entscheidenden Rat mit auf den Weg: „Bleibt selbstbewusst, bleibt cool – egal, was da draußen passiert.“
Leider konnten nicht alle Kandidatinnen diesen Rat umsetzen. Die Kombination aus rotierendem Boden, schwerem Helm und der extremen Fallhöhe nach einer jobreichen Casting-Woche erwies sich für einige als zu viel. Am Ende der Folge mussten sich Dilara, Marie und Stella von ihrem Traum verabschieden. Sie konnten weder bei den Kunden noch auf dem tückischen Runway genügend überzeugen. Einen Grund zur Freude hatten hingegen Anna, Bianca und Aurélie: Als Belohnung für die besten Walks der Woche durften sie Heidi Klum zu einer exklusiven Premiere im Berliner Friedrichstadtpalast begleiten.
3 Tricks für dein bestes Foto – Inspiriert von den GNTM-Castings
Wirft man einen genauen Blick auf die Erfolge von Marlene, Daphne und Anna, wird schnell klar: Ein gutes Foto entsteht nicht durch Zufall. Es ist eine Mischung aus Vorbereitung, Körperbeherrschung und mentaler Stärke. Wer sein eigenes Instagram-Profil aufwerten, sich professionell bewerben oder gar den ersten Schritt in Richtung Modelkarriere gehen möchte, kann von den Profis am GNTM-Set einiges lernen. Hier sind drei handfeste Tricks, um das Maximum aus jedem eigenen Shooting herauszuholen.
1. Kenne deine Winkel und nutze die Lichtquelle
Am Set des Sleek Magazines wusste Marlene exakt, wie sie ihr Gesicht zum Licht drehen musste. Frontales, hartes Licht lässt Gesichter auf Fotos oft extrem flach und konturlos wirken. Der Trick der Profis: Suche immer nach gerichtetem Licht, etwa von einem großen Fenster, und drehe dein Gesicht in einem leichten 45-Grad-Winkel zur Lichtquelle. Das erzeugt sanfte Schatten auf der abgewandten Gesichtshälfte und definiert die Wangenknochen (das sogenannte Rembrandt-Licht). Ein weiterer Klassiker: Ziehe dein Kinn minimal nach unten und gleichzeitig ein kleines Stück nach vorn in Richtung Kamera. Das streckt den Hals, betont die Jawline und verhindert das berüchtigte Doppelkinn. Übe diese Mikrobewegungen regelmäßig vor dem Spiegel, bis sie in Fleisch und Blut übergehen.
2. Die richtige Vorbereitung: Dein Portfolio auf Knopfdruck
Models müssen sofort abrufen können, wie sie in unterschiedlichen Outfits und Rollen wirken – ob als toughe Businessfrau oder als kreatives Editorial-Face. Für eine schnelle Sedcard oder Portfolio-Fotos zum Üben müssen professionelle Bilder nicht direkt ein Vermögen kosten. Mit der kostenlosen App Express Headshot AI kannst du aus einem einzigen Selfie in unter 30 Sekunden hochwertige Porträts kreieren lassen. Du hast die volle kreative Kontrolle über Outfit-Stile, Beleuchtung und Hintergründe – ideal, um das eigene Profil aufzuwerten oder verschiedene Model-Looks völlig risikofrei an sich selbst zu testen. Wenn du weißt, in welchem Vibe du am stärksten wirkst, fällt es dir beim nächsten echten Shooting vor der Kamera deutlich leichter, genau diese Ausstrahlung abzurufen.
3. Attitude is everything: Storytelling durch die Augen
Erinnern wir uns an Jeremy Scotts goldenen Rat an die GNTM-Kandidatinnen: „Bleibt selbstbewusst.“ Die schönste Pose ist wertlos, wenn der Blick leer und starr wirkt. Tyra Banks prägte einst den Begriff „Smize“ – das Lächeln mit den Augen. Wenn du fotografiert wirst, darfst du nicht an die Kamera oder das Endresultat denken. Denk an ein intensives Gefühl, einen Insider-Witz oder eine Situation, in der du dich absolut unbesiegbar gefühlt hast. Diese mentalen Bilder übertragen sich auf die feinen Muskeln um deine Augen und den Mund. Marlene hat beim Casting nicht versucht, eine Rolle zu spielen, sondern eine Facette ihrer eigenen Persönlichkeit durch einen wachen, fokussierten Blick nach außen transportiert. Genau dieses Storytelling macht den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Schnappschuss und einem magischen Foto.
Fazit & Ausblick: Das Feld lichtet sich
Die achte Folge von GNTM 2026 hat die Karten in der Model-Villa völlig neu gemischt. Bisherige Underdogs haben bewiesen, dass sie liefern können, wenn es darauf ankommt. Mit Marlene, Daphne, Aurélie und Anna haben sich neue starke Konkurrentinnen an die Spitze des Feldes geschoben. Der Ausstieg von Dilara, Marie und Stella zeigt deutlich: Wer auf dem Laufsteg wackelt und bei den Kunden nicht im Gedächtnis bleibt, hat in dieser Staffel keine Chance mehr. Die Vorfreude auf die kommenden Wochen steigt, besonders wenn die Männer und Frauen bald direkt aufeinandertreffen werden. Die Konkurrenz schläft nicht – und der Kampf um das Cover der Harper's Bazaar hat gerade erst richtig begonnen.