GNTM 2026: Die 21. Staffel bricht alle Rekorde
Heidi Klum meint es dieses Jahr ernst – und wie! Die 21. Staffel von Germany's Next Topmodel liefert uns 2026 die absolute doppelte Dosis Glamour, Tränen und Fashion-Vibes. Erstmals flimmert die Kult-Show gleich zweimal wöchentlich über unsere Bildschirme. Mittwochs beweisen die Male Models ihr Können, donnerstags erobern die Frauen den Laufsteg. Das erklärte Ziel aller Kandidatinnen und Kandidaten ist so verlockend wie nie zuvor: Das große Live-Finale findet dieses Mal nicht in einer kühlen deutschen Mehrzweckhalle statt, sondern direkt im Herzen von Hollywood! Ein echtes Theater in Los Angeles wird zur ultimativen Bühne für die verbleibenden Favoritinnen und Favoriten. Doch der Weg in die Stadt der Engel ist gepflastert mit Blasen an den Füßen, strenger Kritik und massenhaft Drama am Set.
Drama, Tränen und nackte Tatsachen am GNTM-Set
Die aktuellen Folgen verlangen den Nachwuchsmodels alles ab. Erst kürzlich hielten wir den Atem an, als die Frauen in Folge 8 auf einer rotierenden Drehscheibe um einen Formel-1-Wagen herum balancieren mussten. Unter den kritischen Blicken von Stardesigner und Gastjuror Jeremy Scott trennte sich schnell die Spreu vom Weizen. Wer hier nicht die perfekte High-Fashion-Attitüde lieferte, musste zittern – für Stella, Marie und Dilara platzte der Traum vom Titel schließlich endgültig.
Bei den Männern sorgte Folge 9 für absolute Gänsehaut-Momente. Mitten auf dem Berliner Potsdamer Platz präsentierten sie die Kollektion von Designer Daniel Fletcher. Unterstützung bei der Bewertung gab es von den beliebten Elevator Boys. Ein wahrhaft magischer Moment gehörte dabei Kandidat Tony. Der 31-jährige Berliner nahm für den öffentlichen Walk kurzerhand seine Hörgeräte heraus, um „quasi die Stille zu hören und den eigenen Herzschlag zu spüren“. Ein unglaublich starkes Statement für Selbstbewusstsein und puren Fokus! Weniger Glück hatten Cenk, Benjamin und Adrian, für die die Reise kurz vor dem großen Sprung nach L.A. ein abruptes Ende fand.
Emotionen pur gab es zudem beim mit Spannung erwarteten Umstyling. Der 45-jährige Best-Ager Jill, der in den ersten Runden immer wieder mit seinem lichten Haupthaar haderte, bekam von Star-Friseur Reza ein professionelles Haarteil angepasst. Als er sich das erste Mal mit seinem neuen Look im Spiegel sah, brachen bei ihm alle Dämme. Dieser zutiefst emotionale Moment beweist einmal mehr, wie stark der äußere Look mit dem inneren Selbstvertrauen verknüpft ist. Für ordentlich Gesprächsstoff sorgt derzeit außerdem der 21-jährige Lukas, dem ein waschechtes Nackt-Shooting auf einem Schrottplatz bevorsteht. Die Frage aller Fragen: Schafft er es, ohne Kleidung pure Eleganz zu transportieren, oder siegt die Nervosität?
Auch abseits der Kameras brodelt die Gerüchteküche. Ex-Kandidatin Sophie sorgte nach ihrem Rauswurf für einen handfesten Social-Media-Skandal, als sie in einem Interview offen gegen Gastjurorin Lottie Moss austeilte. Reality-TV vom Feinsten, das uns gnadenlos zeigt: Die Modewelt ist ein hartes Pflaster.
Der Traum vom Catwalk: Der erste Schritt ist deine Sedcard
Du sitzt mittwochs und donnerstags auf der Couch, fieberst mit und denkst dir heimlich: „Genau das will ich auch!“? Dann wird es Zeit, den Traum vom Modeln aktiv anzugehen. Die Grundvoraussetzung, um von professionellen Agenturen überhaupt wahrgenommen zu werden, ist nicht etwa ein perfekt kuratierter Instagram-Feed oder eine riesige Followerschaft. Das absolute Fundament einer jeden Modelkarriere ist die Sedcard – international auch Setcard oder Comp Card genannt.
Eine Sedcard ist deine visuelle Visitenkarte. Sie zeigt auf einen Blick, wer du bist, wie du aussiehst, welche Maße du hast und ob du wandelbar genug für verschiedene Kampagnen bist. Wenn du dich bei einer Agentur in Berlin, Mailand oder Paris bewirbst, schauen sich die Booker deine Bilder oft nur für wenige Sekunden an. Dein Look muss sofort überzeugen. Doch wie baut man so eine Mappe richtig auf, wenn man noch nie professionell gemodelt hat?
Die Bausteine einer überzeugenden Model-Mappe
Eine klassische Sedcard besteht aus mehreren essentiellen Elementen. Zunächst braucht es einen starken Beauty-Shot. Das ist ein Porträt, das dein Gesicht in den Fokus rückt. Die Ausleuchtung sollte perfekt sein, das Make-up natürlich und dezent. Es geht hierbei nicht darum, dich hinter dicken Schichten von Schminke zu verstecken, sondern deine natürlichen Gesichtszüge, deine Knochenstruktur und deine Augen strahlen zu lassen. Agenturen suchen nach Charaktergesichtern, nach kleinen Makeln, die dich einzigartig machen – sei es eine kleine Zahnlücke, Sommersprossen oder eine markante Kinnpartie.
Das zweite wichtige Element ist der Ganzkörper-Shot. Hier wird deine Silhouette sichtbar. Du solltest eine Pose wählen, die entspannt, aber stark wirkt. Die Kleidung darf nicht vom Körper ablenken; schlichte Basics in neutralen Farben sind hier der Goldstandard. Neben dem klassischen Porträt und dem Ganzkörperbild fügen erfahrene Models oft Editorial- und Commercial-Bilder hinzu, um ihre Wandelbarkeit zu beweisen. Ein Editorial-Bild darf ruhig verrückt, modisch gewagt und kantig sein – genau wie der Formel-1-Walk bei GNTM. Ein Commercial-Bild hingegen zeigt dich nahbar, freundlich lachend, perfekt für Kataloge oder TV-Werbespots.
Der App-Hack: Professionelle Bilder ganz ohne Studio-Budget
Oft scheitert der erste Schritt in die Modelwelt an den Finanzen. Professionelle Bilder vom Fotografen gehen schnell ins Geld und können mehrere hundert Euro kosten. Für eine schnelle Sedcard oder Portfolio-Fotos zum Üben musst du dein Sparschwein aber gar nicht plündern: Express Headshot AI erstellt aus einem einzigen Selfie in unter 30 Sekunden Model-würdige Porträts. Die smarte iOS-App gibt dir die volle kreative Kontrolle über fünf Outfit-Stile, verschiedene Studio-Beleuchtungen und Hintergründe, sodass du sofort unterschiedliche Facetten von dir zeigen kannst. Da das erste Foto in hochauflösender 4K-Qualität komplett kostenlos ist, eignet sich das Tool perfekt, um ohne Risiko erste Agentur-Bewerbungen mit einem absolut hochwertigen Look zu versenden.
Digitals und Polas: Die nackte Wahrheit
Neben den perfekten Porträts fordert ausnahmslos jede seriöse Agentur sogenannte Polaroids, in der Branche auch „Polas“ oder „Digitals“ genannt. Dies sind komplett unbearbeitete, natürliche Schnappschüsse. Keine Retusche, kein schmeichelhaftes Studiolicht, kein Make-up. Für Polas stellst du dich bei weichem, natürlichem Tageslicht vor eine weiße oder hellgraue Wand. Du trägst figurbetonte Kleidung – bei Frauen oft ein schwarzer Bikini oder eine enge Jeans mit schwarzem Top, bei Männern eine gutsitzende Hose und freier Oberkörper oder ein anliegendes Shirt.
Die Agentur möchte hier deine Hautstruktur, deine Haare im ungestylten Zustand und deine echten Proportionen beurteilen. Du fertigst Bilder von vorne, von beiden Seiten im Profil und von hinten an. Einmal mit offenen Haaren, einmal mit streng zurückgebundenem Zopf. Auch wenn es Überwindung kostet, sich so völlig pur zu zeigen: Genau diese Ehrlichkeit ist es, die Booker sehen wollen. Wer auf Polas strahlt, hat das Zeug zum Topmodel.
Deine Zahlen zählen: Die Maße richtig nehmen
Auf der Rückseite oder im Textteil deiner Sedcard stehen immer deine Maße. Und hier gilt die oberste Regel: Sei ehrlich! Nichts ist peinlicher, als bei einem Fitting am Set aufzutauchen und nicht in das Kleidungsstück von Kaviar Gauche oder Jean Paul Gaultier zu passen, weil man sich auf der Sedcard fünf Zentimeter schlanker geschummelt hat.
Du misst den Brustumfang an der stärksten Stelle der Brust. Die Taille wird an der schmalsten Stelle des Rumpfes gemessen, meist knapp über dem Bauchnabel. Der Hüftumfang wird wiederum an der breitesten Stelle des Gesäßes ermittelt. Dazu notierst du deine exakte Körpergröße, deine Konfektionsgröße, deine Schuhgröße sowie deine Haar- und Augenfarbe. Die gute Nachricht: GNTM beweist seit einigen Jahren, dass die Branche sich wandelt. Diversity wird großgeschrieben. Ob Curvy Model, Petite, Best-Ager oder Male Model – für fast jeden Typ gibt es heute einen spezialisierten Markt und passende Agenturen.
Posing und Ausstrahlung: Übung macht den Meister
Wer schöne Fotos auf seiner Sedcard hat, muss auch im echten Leben performen können. Das beste Porträt bringt dir nichts, wenn du beim Live-Casting vor Nervosität einfrierst. Posing ist wie Tanzen – es erfordert Körpergefühl, Rhythmus und ständige Übung. Stelle dich vor einen großen Spiegel und lerne deine Schokoladenseite kennen. Welche Winkel deines Gesichts wirken besonders markant? Wie musst du deinen Hals strecken, um eine elegante Linie zu erzeugen? Arbeite mit Dreiecken: Stütze eine Hand in die Hüfte, winkle ein Bein leicht an. Solche Asymmetrien lassen den Körper auf Fotos dynamischer und interessanter wirken.
Achte auch auf die Mikro-Mimik. Ein professionelles Model steuert jeden Muskel im Gesicht ganz bewusst. Das berühmte „Smizing“ – das Lächeln mit den Augen – ist keine leere Phrase, sondern eine handfeste Technik, um einem neutralen Gesichtsausdruck Leben und Intensität einzuhauchen. Lass dich von Zeitschriften, Kampagnen und natürlich von den GNTM-Shootings inspirieren. Kopiere am Anfang Posen von Topmodels, bis du ein Gefühl dafür bekommst, wie sich dein Körper dabei anfühlt.
Der Sprung in die Agentur: Mit Mut zur ersten Bewerbung
Hast du deine Maße, deine Polas und deine professionellen Sedcard-Porträts beisammen, wird es Zeit für den entscheidenden Schritt: Die Bewerbung. Fast alle großen Agenturen bieten auf ihren Websites ein einfaches Formular an, in das du deine Daten und Bilder hochladen kannst. Informiere dich im Vorfeld genau, für welche Art von Models die Agentur steht. Einige sind stark im Editorial-Bereich vernetzt, andere haben sich auf kommerzielle Werbung, Fitness-Models oder Curvy-Fashion spezialisiert.
Bereite dich mental darauf vor, dass Absagen dazugehören. Die Modelbranche ist stark subjektiv. Ein Booker sucht vielleicht gerade händeringend nach einem blonden, androgynen Typen, während du ein südländischer, muskulöser Typ bist. Eine Absage bedeutet niemals, dass du nicht schön oder nicht talentiert bist. Sie bedeutet lediglich, dass du in diesem Moment nicht in die aktuelle Kartei der Agentur passt. Mach es wie die GNTM-Kandidat:innen: Krone richten, Feedback annehmen, weiter an dir arbeiten und beim nächsten Casting wieder alles geben. Dein Traum vom Runway wartet auf dich!