Der Eklat der Woche: „Die Alte mit der Jeans“
Leute, habt ihr diese Folge gesehen? Ich muss erst mal tief durchatmen. Staffel 21 von Germany's Next Topmodel liefert gerade Drama am laufenden Band, aber was sich in Folge 4 abgespielt hat, geht in die GNTM-Geschichtsbücher ein. Wir hatten einen rutschigen Marmor-Laufsteg, die extravaganten Designs von Giuliano Calza (GCDS) und eine Gastjurorin, die polarisiert wie kaum eine andere: Lottie Moss.
Während Heidi Klums „Meeedchen“ (und Boys, aber diese Woche waren die Frauen dran) auf dem glatten Boden um Haltung kämpften, sorgte Kandidatin Sophie für den absoluten Aufreger. Nach ihrem Rauswurf wetterte die 18-jährige Berlinerin auf TikTok und im Interview ordentlich gegen Lottie. Ihr legendärer Spruch: Lottie sei „die Alte mit der Jeans“, die ihre Kritik „aus dem A**** gezogen“ habe. Autsch. Sophie fühlte sich ungerecht behandelt, nannte Lottie zwar „eine süße Maus“, aber eben auch „hochnäsig“. Die Kritik, sie habe zu wenig Power, wollte Sophie einfach nicht annehmen.
Lottie Moss: Warum ihre Kritik Gold wert ist
Man kann von Lotties direktem Stil halten, was man will – und ja, vielleicht war sie streng. Aber wenn die kleine Schwester von Kate Moss spricht, sollten angehende Models zuhören und nicht lästern. Lottie ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen (wir erinnern uns an ihre Statements zur „Nepo Baby“-Debatte). Doch wenn wir das Drama und die Beleidigungen von Sophie mal beiseite schieben: Was hat Lottie wirklich gesagt? Und was können wir Normalos für unsere eigenen Fotos und Social-Media-Auftritte davon lernen?
1. „Lass die Hüften natürlich wackeln“
Sophies Walk wirkte auf Lottie zu einstudiert, zu steif. Ihr Tipp: „Du brauchst mehr Power. Lass die Hüften auf natürliche Art wackeln.“ Das ist ein Punkt, den wir oft vergessen. Egal ob auf einem Laufsteg oder für ein Instagram-Foto: Wenn wir versuchen, eine Pose zu erzwingen, sieht man das sofort. Die „Power“, die Lottie meint, kommt aus einer lockeren Hüfte. Wer stocksteif steht, wirkt unsicher. Bewegung bringt Dynamik ins Bild. Versucht beim nächsten Shooting (oder Selfie), nicht statisch zu verharren, sondern bleibt in Bewegung. Dreht die Hüfte leicht ein, verlagert das Gewicht – das wirkt sofort professioneller.
2. Attitude ist nicht gleich Arroganz
Sophie hat „Attitude“ wohl mit „Zickigkeit“ verwechselt. Lottie Moss suchte nach Persönlichkeit, nach diesem gewissen Etwas in den Augen – dem berühmten „Smize“, wenn man so will. Sophie wirkte laut Lottie eher gelangweilt oder bockig. Für uns heißt das: Ein starker Ausdruck entsteht im Kopf. Denkt an etwas, das euch Selbstbewusstsein gibt, bevor der Auslöser klickt. Leere Augen machen jedes Foto langweilig, egal wie gut das Outfit ist.
Übrigens, falls ihr keinen Star-Fotografen wie Rankin zur Hand habt, aber sofort sehen wollt, wie ihr mit verschiedenen Gesichtsausdrücken im „Business-Look“ oder als Cover-Model wirkt: Mit der App Express Headshot AI könnt ihr das super easy testen. Ein Selfie reicht, und die App zaubert in Sekunden professionelle Porträts – perfekt für die eigene Sedcard oder das LinkedIn-Profil, ganz ohne teures Shooting und ideal zum Üben von Lotties „Power-Blick“.
3. Kritikfähigkeit als Karriere-Booster
Der vielleicht wichtigste Punkt ist gar kein optischer: Lottie (und auch Heidi) achten extrem darauf, wie Kandidaten auf Feedback reagieren. Sophies Reaktion („Die hat die Konkurrenz in mir gerochen“) mag auf TikTok für Likes sorgen, in der echten Modewelt ist das ein Karriere-Killer. Lottie Moss hat selbst jahrelang unter dem Druck der Branche und den Vergleichen mit Kate gelitten. Wenn sie sagt, etwas funktioniert nicht, dann meist aus Erfahrung. Für uns bedeutet das: Seid offen für Feedback. Wenn euch jemand sagt, dass ein Winkel unvorteilhaft ist, probiert einen neuen aus, statt beleidigt zu sein.
Fazit: Drama vergeht, Bilder bleiben
Sophie ist raus, aber ihr „Alte mit der Jeans“-Spruch wird wohl noch eine Weile durchs Netz geistern. Lottie Moss hat ihren Job erledigt: Sie hat polarisiert und ausgesiebt. Wir nehmen für uns mit: Locker bleiben, Hüften bewegen und niemals die Kritik der Jury persönlich nehmen – es sei denn, man will auf TikTok viral gehen statt auf die Vogue.