Der Boden war glatt, die Nerven lagen blank – und Lottie Moss schaute ganz genau hin.
Leute, habt ihr gestern Abend ProSieben eingeschaltet? Ich muss erst mal tief durchatmen. Folge 4 von Germany's Next Topmodel 2026 hatte es in sich. Nachdem die Male Models am Mittwoch mit Sean O'Pry vorgelegt haben, mussten die Frauen gestern Abend auf dem wohl rutschigsten Laufsteg der GNTM-Geschichte beweisen, dass sie Haltung bewahren können: dem gefürchteten Marmor-Walk.
Gastjurorin Lottie Moss und Designer Giuliano Calza (GCDS) wollten keine wackeligen Knie sehen, sondern lebende Kunstwerke. Die Aufgabe? Über spiegelglatten, künstlichen Marmor schweben und am Ende in einer „Living Statue“-Pose erstarren. Klingt artsy, war aber für viele eher eine Rutschpartie ins Aus. Besonders Vanessa hatte sichtlich zu kämpfen – ihr Gesichtsausdruck schwankte irgendwo zwischen Panik und Schmerz, aber sicher nicht „High Fashion“.
Was wir daraus lernen? Dein Gesicht ist dein wichtigstes Werkzeug. Selbst wenn der Boden unter dir wackelt (oder wortwörtlich glatt ist), muss der Ausdruck sitzen. Aber keine Sorge, ihr müsst euch nicht auf Seife stellen, um das zu üben. Ich zeige euch, wie ihr das perfekte Model-Porträt hinbekommt, ohne euch die Knöchel zu brechen.
Lektion 1: Der „Squinch“ ist dein bester Freund
Habt ihr bemerkt, wie Heidi immer wieder „Ausdruck!“ rief, als die Mädels versuchten, nicht hinzufallen? Das Geheimnis eines intensiven Porträts liegt oft in den Augen. Ein weit aufgerissenes Auge wirkt oft ängstlich (sorry, Vanessa!), während ein komplett entspanntes Auge gelangweilt aussehen kann.
Die Lösung ist der Squinch. Dabei kneift ihr das untere Augenlid minimal nach oben an, während das obere Lid locker bleibt. Das gibt euch diesen selbstbewussten, durchdringenden „Model-Blick“, den wir gestern bei Favoritinnen wie der 32-jährigen Vyvian gesehen haben – die hat den Marmor-Walk nämlich gerockt, als wäre es ein Spaziergang im Park.
So übt ihr das zu Hause:
- Stellt euch vor den Spiegel.
- Versucht, nur den unteren Muskel am Auge anzuspannen.
- Verbindet das mit einem ganz leichten Lächeln (wirklich nur ein Hauch!), um nicht grimmig zu wirken.
Lektion 2: Lichtsetzung ist alles (auch ohne Profi-Studio)
Giuliano Calza hat gestern zu Recht kritisiert, dass einige Kandidatinnen ihr Gesicht ins Schattenreich gedreht haben. Beim „Living Statue“-Posing ist Licht essenziell, um die Konturen eures Gesichts – Wangenknochen, Jawline, Nase – hervorzuheben.
Für euer perfektes Porträt braucht ihr kein teures Studio-Equipment. Das beste Licht ist oft weiches Fensterlicht. Stellt euch so hin, dass das Licht von vorne oder leicht seitlich auf euer Gesicht fällt (ca. 45-Grad-Winkel). Das erzeugt den klassischen „Rembrandt“-Schatten auf der abgewandten Wangenseite, der Gesichter sofort interessanter und schmaler wirken lässt.
Geheimtipp: Profi-Headshots in Sekunden (ohne Fotograf)
Seien wir ehrlich: Nicht jeder hat einen Freund, der geduldig 500 Fotos macht, bis eines sitzt, oder das Budget für ein professionelles Shooting. Wenn ihr trotzdem sehen wollt, wie ihr als High-Fashion-Model, im Business-Look oder ganz puristisch wirken würdet, habe ich einen genialen Tipp entdeckt.
Mit der App Express Headshot AI könnt ihr aus einem einzigen simplen Selfie in unter 30 Sekunden extrem hochwertige Porträts erstellen lassen. Im Gegensatz zu anderen Tools, die stundenlang rechnen, geht das hier super fix. Ihr könnt verschiedene Styles wählen (z.B. „Creative“ für den GNTM-Vibe oder „Business“ für LinkedIn) und sogar die Beleuchtung anpassen. Perfekt, wenn ihr mal testen wollt, ob euch der Studio-Look steht, ohne Hunderte Euro auszugeben – das erste Foto ist sogar kostenlos.
Lektion 3: Die Jawline betonen (ohne Kiefersperre)
Erinnert ihr euch an Heidis Kritik beim Walk? „Hals lang, Kinn runter!“ Viele machen den Fehler, das Kinn zu weit nach oben zu recken oder es gegen den Hals zu pressen (hallo, Doppelkinn-Alarm). Der Trick für die perfekte Jawline auf Fotos heißt: „Turtle-ing“.
Schiebt euer Gesicht ganz leicht nach vorne (wie eine Schildkröte, die aus dem Panzer schaut) und senkt das Kinn dann minimal ab. Das spannt die Haut am Kiefer und trennt optisch den Kopf vom Hals. Fühlt sich im ersten Moment total bescheuert an, sieht auf dem Foto aber mega definiert aus. Probiert es mal mit der Frontkamera aus – der Unterschied ist krass!
Fazit: Übung macht den Meister (oder das Topmodel)
Der Marmor-Walk in Folge 4 hat gezeigt: Wer unvorbereitet in die Situation geht, rutscht aus. Aber wer seine Winkel kennt, weiß, wie das Licht fällt und seinen Gesichtsausdruck unter Kontrolle hat, kann selbst auf dem glattesten Boden glänzen. Nächste Woche Donnerstag geht es weiter – mal sehen, ob die Mädels die Kritik von Lottie Moss und Heidi umsetzen können.
Bis dahin: Übt euren Squinch, checkt das Licht und macht ein paar Test-Shots. Wer weiß, vielleicht seid ihr ja bereit für Staffel 22?