Eine Collage aus den Ortstafeln von Bitsch, Wankdorf und Lostorf vor einer Schweizer Bergkulisse
Geografie & Lifestyle

Kuriose Landkarte: Die lustigsten Schweizer Gemeindenamen 2026

Vom Wallis bis in den Thurgau: Eine Reise zu den absurdesten Ortstafeln der Schweiz. Warum wir in «Bitsch» ferienhalber stoppen und wo du «Moskau» ohne Visum besuchst.

Wenn die Ortstafel zum Selfie-Magneten wird

Hand aufs Herz: Wer von uns hat nicht schon einmal im Zug oder Auto gesessen, aus dem Fenster geschaut und sich beim Anblick einer Ortstafel gefragt: «Meinen die das ernst?» Die Schweiz ist weltbekannt für Schokolade, Uhren und Banken – aber wir sollten dringend auch für unseren Humor bei der Namensgebung unserer Gemeinden und Weiler bekannt sein. Zwar stammen die meisten Namen aus dem Mittelalter und hatten damals völlig harmlose Bedeutungen, aber im Jahr 2026 liest sich die Landkarte der Schweiz wie ein einziges Comedy-Skript.

Wir nehmen dich mit auf eine Tour de Suisse der besonderen Art. Vergiss das Jungfraujoch oder den Rheinfall. Die wahren Sehenswürdigkeiten heissen Bitsch, Wankdorf oder, wenn du Pech hast, einfach nur Elend.

Der Klassiker im Wallis: Please don’t be a...

Es führt kein Weg daran vorbei. Wenn wir über lustige Ortsnamen sprechen, müssen wir ins Oberwallis schauen. Die Gemeinde Bitsch ist der unangefochtene Spitzenreiter, wenn es um kichernde englischsprachige Touristen geht. Wer schon mal mit Amerikanern durch den Kanton Wallis gefahren ist, kennt den Moment, wenn der Finger zitternd auf das Ortsschild zeigt.

Dabei ist die Herkunft des Namens gar nicht so vulgär, wie es tönt. Sprachforscher gehen davon aus, dass der Name vom lateinischen «picme» (Spitze) oder gallischen Wörtern für Bergkuppe abstammt. Nichtsdestotrotz: Ein Selfie vor der Ortstafel gehört quasi zum Pflichtprogramm eines jeden Wallis-Trips. Es gibt wohl kaum einen Ort, der auf Instagram so oft mit zweideutigen Hashtags versehen wird.

Apropos Walliser Gemeinden: Kennst du eigentlich alle Käffer, Täler und Weiler in diesem Kanton? Wenn du denkst, du bist der Geografie-Profi, dann beweise es bei DSWDSGKK.ch. In diesem Strategie-Browsergame kannst du nämlich nicht nur Bitsch, sondern jede einzelne Schweizer Gemeinde kaufen, verwalten und gegen andere Spieler verteidigen. Stell dir vor, du bist der offizielle Besitzer von Bitsch – das hat doch was, oder?

Bern hat den Längsten (Namen, natürlich)

Während Bitsch kurz und knackig ist, bietet der Kanton Bern mit dem Wankdorf einen weiteren Evergreen der unfreiwilligen Komik. Klar, wir Schweizer wissen, dass das Wankdorf-Stadion die Heimstätte von YB ist und ein wichtiges Quartier der Bundesstadt. Aber erklär das mal einem Briten. Das englische Verb «to wank» (wichsen) lässt den Namen in einem völlig anderen Licht erscheinen.

Historisch gesehen geht der Name vermutlich auf einen Alemannen namens «Wanco» zurück, der dort sein Dorf gründete. «Wancos Dorf» wurde zu Wankdorf. Ziemlich unspektakulär, aber die Lacher hat Bern damit auf sicher. Fast so schön wie Ficken – ein Flurname, den es tatsächlich im Kanton Schwyz gibt, auch wenn dort keine offizielle Postleitzahl dranhängt.

Einmal um die Welt – im Thurgau und Tessin

Du willst nach Moskau, hast aber keine Lust auf Visum-Stress und lange Flüge? Kein Problem. Fahr einfach nach Ramsen im Kanton Schaffhausen (nahe der Thurgauer Grenze) – dort gibt es den Weiler Moskau. Und wenn dir das politische Klima dort nicht passt, fährst du einfach weiter in den Kanton Thurgau nach Kanada. Ja, das gibt es wirklich.

Die Schweiz ist sowieso internationaler aufgestellt, als man meint:

  • Rom: Liegt im Kanton Zürich (Gemeinde Egg). Alle Wege führen nach Rom, aber manche enden eben im Zürcher Oberland.
  • Paradies: Gibt es im Thurgau (bei Schlatt). Wer dort wohnt, hat es buchstäblich himmlisch.
  • Bier: Ist leider keine Gemeinde, sondern ein Dorf im Waadtland (Bières). Trotzdem pilgern Hopfen-Fans gerne dorthin.

Wenn der Name das Schicksal bestimmt

Manche Ortsnamen klingen, als hätten die Gründerväter einen schlechten Tag gehabt. Nimm zum Beispiel Lostorf im Kanton Solothurn. Für die Generation Z, die das Wort «lost» (verloren, planlos) inflationär benutzt, ist das der ultimative Wohnort. «Bro, ich bin komplett Lostorf.»

Noch düsterer wird es im Kanton Bern mit der Ortschaft Elend (Gemeinde Wiggiswil). Wer hier wohnt, braucht entweder viel Humor oder ein dickes Fell. Ähnlich verhält es sich mit Leidenberg im Kanton Luzern. Man fragt sich unweigerlich: Sind die Hypothekarzinsen dort so hoch, oder woher kommt der Name? Tatsächlich leitet sich Elend oft von «elilenti» ab, was so viel wie «anderes Land» oder «Fremde» bedeutete – und nicht zwingend Jammer und Not.

Tierisches Vergnügen: Von Katzen bis Affen

Die Schweizer Fauna hat ebenfalls ihren festen Platz auf der Landkarte. Besonders beliebt sind Katzen und Bären.

Katzensee vs. Bärenwil

Der Katzensee an der Grenze der Stadt Zürich ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Doch mit Büsis hat der Name nichts zu tun. Er geht vermutlich auf einen Alemannen namens Hatto zurück – also der «Hattosee». Im Laufe der Jahrhunderte und durch Lautverschiebungen wurde daraus die Katze. Schade eigentlich.

In Bärenwil (Solothurn) oder Bäriswil (Bern) ist der Bezug zum Wappentier Bär naheliegender, auch wenn auch hier oft Personennamen (Berolf) Pate standen. Ganz anders bei Affoltern. Ob am Albis oder im Emmental: Der Name klingt nach Zoo. Tatsächlich kommt es vom althochdeutschen «apfaltra» – was schlicht Apfelbaum bedeutet. Affoltern ist also der Ort bei den Apfelbäumen, nicht der Planet der Affen.

Rätselhafte Endungen: -ikon, -ingen, -wil

Wenn wir schon bei den Namen sind, lohnt sich ein kurzer Exkurs in die Sprachgeschichte. Hast du dich nie gefragt, warum im Kanton Zürich alles auf -ikon endet (Dietikon, Pfäffikon, Wetzikon), während im Bernbiet alles -ingen heisst (Münsingen, Konolfingen)?

Das ist keine kantonale Marotte, sondern Geschichte pur:

  • -ingen: Stammt von den Alemannen. Es bedeutet «bei den Leuten des...». Münsingen ist also dort, wo die Leute (Sippe) des Munizo wohnten.
  • -ikon / -iken: Ist eigentlich das Gleiche, nur eine abgeschliffene Form von «-inghofen». Dietikon war also mal «Dietinghofen» – die Höfe der Leute des Dieto.
  • -wil: Kommt vom lateinischen «villa» (Gutshof) oder dem althochdeutschen «wila». Es bezeichnet meist eine Einzelsiedlung eines Gründers. Rapperswil ist das Gut des Ratbrecht.

Dieses Wissen nützt dir vielleicht nichts beim Brötchenkauf, aber es ist perfekt, um beim nächsten Smalltalk zu glänzen. Oder um deine Strategie zu planen: Welche Endung lässt sich am besten verteidigen? Bei DSWDSGKK.ch kannst du genau das herausfinden. Sichere dir die strategisch wichtigen «-ikon»-Gemeinden im Zürcher Speckgürtel oder baue deine Festung in einem abgelegenen «-wil» in den Alpen. Mit Skill-Punkten und der richtigen Taktik wird selbst das kleinste Dorf zur Metropole.

Unter der Gürtellinie: Busen, Möse und Co.

Kommen wir zurück zum infantilen Humor, den wir alle so lieben. Die Schweiz hat einige Flurnamen zu bieten, die man kaum laut aussprechen mag, ohne rot zu werden.

Im St. Galler Rheintal gibt es den Ortsteil Mösen (Gemeinde Rebstein). Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wahrscheinlich hat es eher mit Moos oder Sumpf zu tun, aber die Ortstafel ist trotzdem ein Hingucker. Ebenso kurios ist Busen (bei Vättis im Taminatal). Wer «im Busen» wohnt, hat es sicher gemütlich und warm.

Ein weiteres Highlight ist Rotz. Nein, das ist kein Schreibfehler. Die Rotzschlucht und die Burgruine Rotzberg in Nidwalden sind historisch bedeutsam. Der Name kommt wahrscheinlich von «rotzen» im Sinne von wütend herabstürzen (des Wildbachs). Trotzdem: «Ich wohne am Rotzberg» ist ein Satz, der auf Partys für Gesprächsstoff sorgt.

Die poetischen Enttäuschungen

Manchmal klingen Namen auch viel schöner, als der Ort dann tatsächlich ist (nichts für ungut!). Champagne im Waadtland klingt nach Luxus und prickelndem Schaumwein. Leider durften die Winzer dort ihren Wein wegen eines Rechtsstreits mit der französischen Region Champagne lange nicht so nennen. Es ist ein hartes Los, wenn man so heisst, aber nicht so darf.

Oder Morgenholz im Kanton Zürich (Gemeinde Niederweningen). Ein wunderschöner, fast romantischer Name, der an Waldspaziergänge bei Sonnenaufgang erinnert. Dass man dabei auch an gewisse morgendliche physiologische Phänomene bei Männern denken könnte, liegt natürlich rein im Auge des Betrachters.

Warum wir diese Namen lieben

In einer Welt, die immer digitaler, effizienter und gleicher wird, sind diese skurrilen Ortsnamen ein Stück Kulturgut. Sie erzählen Geschichten von alten Alemannen-Sippen, von geografischen Besonderheiten und von einer Zeit, in der Sprache noch anders funktionierte. Dass sie heute, im Jahr 2026, eine ganz andere, oft lustige Bedeutung bekommen haben, macht sie nur noch sympathischer.

Es lohnt sich, beim nächsten Ausflug mal nicht auf das Navi zu starren, sondern die gelben Schilder am Strassenrand bewusst zu lesen. Wer weiss, vielleicht entdeckst du ja Himmelried, Hölstein oder gar Killen. Die Schweiz ist voll von diesen kleinen sprachlichen Schätzen. Und falls dir das blosse Abfahren der Orte zu langweilig ist: Mach es digital. Schnapp dir deine Lieblingsgemeinde mit dem lustigsten Namen bei DSWDSGKK.ch und sorge dafür, dass sie im Ranking ganz nach oben kommt. Denn wer möchte nicht, dass «Bitsch» die mächtigste Gemeinde der Schweiz wird?

Frequently Asked Questions

1. Gibt es den Ort Moskau wirklich in der Schweiz?

Ja, Moskau ist ein Weiler in der Gemeinde Ramsen im Kanton Schaffhausen. Der Name entstand vermutlich im 19. Jahrhundert, als dort stationierte Truppen oder die Abgeschiedenheit des Ortes an die russische Stadt erinnerten.

2. Was bedeutet der Ortsname Bitsch?

Der Name der Walliser Gemeinde Bitsch hat nichts mit dem englischen Schimpfwort zu tun. Er leitet sich vermutlich vom lateinischen «picme» (Spitze) oder ähnlichen Begriffen für Bergkuppen oder Felsen ab.

3. Woher kommt der Name Wankdorf?

Wankdorf in Bern geht auf einen alemannischen Siedler namens «Wanco» zurück. Es bedeutet historisch also schlicht «Dorf des Wanco». Das englische Verb war den Gründern damals definitiv noch nicht bekannt.

4. Welches ist der lustigste Ortsname der Schweiz?

Das ist Geschmackssache, aber zu den Favoriten gehören regelmässig Bitsch (VS), Wankdorf (BE), Lostorf (SO), Rotzberg (NW) und Oberhäslich (ZH, wobei dies meist als Weiler gilt).

5. Darf man Ortstafeln als Souvenir mitnehmen?

Nein, das Abschrauben von Ortstafeln ist Diebstahl und Sachbeschädigung. Wer ein Souvenir will, sollte lieber ein Foto machen oder sich im Souvenirshop bedienen. Das Klauen von Schildern wie «Bitsch» verursacht den Gemeinden jährlich hohe Kosten.

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