Die Schweiz schrumpft – zumindest auf dem Papier
Hast du schon auf den Kalender geschaut? Wir haben Februar 2026. Und während du vielleicht noch «2025» in deine E-Mails tippst, hat sich die politische Landkarte der Schweiz bereits unwiderruflich verändert. Der Trend ist ungebrochen: Die Anzahl der Schweizer Gemeinden sinkt weiter. Waren es zur Jahrtausendwende noch fast 3000, kratzen wir jetzt an der Marke von 2110.
Warum das Ganze? Geld, Effizienz und manchmal einfach der Mangel an Leuten, die noch im Gemeinderat sitzen wollen. Aber für uns heisst das vor allem eines: Abschied nehmen von vertrauten Ortsnamen und Wappen. Hier erfährst du, welche Gemeinden seit dem 1. Januar 2026 offiziell Geschichte sind – und welcher Kanton den wohl historischsten Abgang verkraften muss.
Der Hammer des Jahres: Moutier ist jetzt jurassisch
Fangen wir mit dem Elefanten im Raum an. Es ist vollbracht. Nach Jahrzehnten des Streits, unzähligen Abstimmungen, juristischen Tauziehen und emotionalen Debatten hat Moutier den Kanton Bern verlassen. Seit dem 1. Januar 2026 gehört die Stadt offiziell zum Kanton Jura.
Das ist keine simple Gemeindefusion, das ist eine Kantonswechsel-Operation am offenen Herzen der Schweiz. Für die Berner Landkarte bedeutet das: Ein weisser Fleck im Jura-Südfuss ist entstanden – oder besser gesagt, die Kantonsgrenze musste neu gezogen werden. Für die Einwohner von Moutier ändert sich fast alles: Von den Steuern über die Feiertage bis hin zu den Autonummern (JU statt BE). Es ist der bedeutendste politische Transfer der jüngeren Schweizer Geschichte.
Kanton Fribourg: Der Fusions-Weltmeister macht weiter
Wenn es einen Kanton gibt, der das Fusionieren zum Volkssport erklärt hat, dann ist es Fribourg. Auch 2026 wurde hier wieder fleissig der Rotstift an den Gemeindegrenzen angesetzt.
Adieu Ulmiz, Hallo Gurmels
Die kleine, charmante Gemeinde Ulmiz im Seebezirk ist nicht mehr eigenständig. Sie hat sich der grossen Schwester Gurmels angeschlossen. Das war abzusehen, denn Ulmiz war schon lange eng mit Gurmels verflochten. Für die Einwohner bedeutet das: Mehr Verwaltungskraft, aber der Verlust der politischen Unabhängigkeit auf dem Papier.
Die neue Ehe: Fétigny-Ménières
Im Broyebezirk haben sich zwei Nachbarn das Ja-Wort gegeben. Fétigny und Ménières gehen jetzt gemeinsam durchs Leben. Der neue Name? Ganz pragmatisch: Fétigny-Ménières. Hier wurde keine kreative Wortneuschöpfung gewagt, sondern einfach der Bindestrich ausgepackt. Die Fusion soll die Infrastruktur stärken und die Steuerlast besser verteilen.
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Solothurn: Aus Drei mach Eins
Auch im Kanton Solothurn hat sich was getan. Das Projekt trug den Arbeitstitel «HOeK» – was klingt wie ein Piratenruf, stand für Halten, Oekingen und Kriegstetten. Seit dem Neujahrstag sind diese drei Dörfer nun offiziell eine einzige Gemeinde unter dem Namen Kriegstetten.
Das macht Sinn, denn die drei Orte im Wasseramt sind baulich sowieso schon fast zusammengewachsen. Wer durchfährt, merkt kaum, wo das eine Dorf aufhört und das nächste anfängt. Jetzt stimmt auch die politische Realität mit der geografischen überein. Die neue Gemeinde Kriegstetten hat nun deutlich mehr Gewicht im Kanton und kann Projekte anreissen, die für die einzelnen Dörfer zu gross gewesen wären.
Aargau: Brugg wächst weiter
Die Stadt Brugg ist im Aargau ein echter Magnet – nicht nur für Pendler, sondern auch für Nachbargemeinden. Nachdem vor einigen Jahren schon Schinznach-Bad geschluckt wurde, ist jetzt Villnachern an der Reihe. Die Gemeinde Villnachern ist nun Teil der Stadt Brugg.
Das ist ein klassisches Beispiel für eine «Absorptionsfusion». Brugg wird grösser, Villnachern wird zum Stadtteil. Für die Villnacher ist das ein Schritt mit Vor- und Nachteilen: Man gibt die Autonomie auf, profitiert aber von den professionellen Strukturen einer Stadt. Und sind wir ehrlich: Wer in Villnachern wohnt, war sowieso schon immer «fast» in Brugg.
Rückblick: Was uns 2025 verlassen hat
Falls du letztes Jahr im Winterschlaf warst, hier noch ein kurzer Reminder, wer sich schon 2025 verabschiedet hat, denn diese Änderungen sind jetzt auch fest in den neuen Karten etabliert:
- Laténa (NE): Ein Riesen-Ding am Neuenburgersee. Die Gemeinden Enges, Hauterive, Saint-Blaise und La Tène sind verschmolzen.
- Tessiner Täler: Im Leventina-Tal gab es Bewegungen. Prato Leventina gehört jetzt zu Quinto, und Bodio hat sich mit Giornico zusammengetan. Das Tessin kämpft stark gegen die Abwanderung in den Tälern, und Fusionen sind oft der letzte Rettungsanker.
Warum das alles wichtig für dich ist
«Ist doch egal, was auf dem Briefkopf steht», denkst du vielleicht. Nicht ganz. Gemeindefusionen haben direkten Einfluss auf dein Leben:
- Steuerfuss: Oft (aber nicht immer) sinken die Steuern nach einer Fusion, weil die Verwaltung effizienter wird.
- Dienstleistungen: Die kleine Dorfschreiberei, die nur dienstags von 14 bis 16 Uhr offen hat, verschwindet. Dafür gibt es professionelle Schalter in der Zentralgemeinde mit besseren Öffnungszeiten.
- Identität: Das ist der wunde Punkt. Der lokale Fussballclub, die Feuerwehr, der Turnverein – oft müssen auch sie fusionieren. Das tut weh, schafft aber oft auch neue Freundschaften über die alte Dorfgrenze hinweg.
Deine Gemeinde als Strategie-Spiel?
All diese Veränderungen zeigen: Die Schweiz ist nicht in Stein gemeisselt. Grenzen verschieben sich, Namen ändern sich. Fasziniert dich diese Dynamik? Dann ist DSWDSGKK.ch genau dein Ding. In diesem Schweizer Browsergame ist die Karte dein Spielfeld. Du kannst nicht nur existierende Gemeinden kaufen, sondern auch strategisch Allianzen schmieden – quasi deine eigene Fusion durchführen.
Egal ob du die Grossstadt Zürich kontrollieren willst oder das frisch fusionierte Kriegstetten: Bei DSWDSGKK.ch startest du deine Karriere als Gemeinde-Magnat. Aber Vorsicht: Deine Nachbarn schlafen nicht und könnten versuchen, dich zu überbieten (+5 CHF Schritte!). Probier es aus und zeig, dass du der bessere Gemeindepräsident bist.
Blick in die Zukunft: Wer ist als Nächstes dran?
Die Welle ebbt nicht ab. In Graubünden wird im Surselva weiter diskutiert, im Bernbiet gibt es Gespräche rund um Wiedlisbach, und auch im Tessin ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. 2026 markiert mit dem Abgang von Moutier einen historischen Meilenstein, aber 2027 und 2028 stehen schon die nächsten Kandidaten in den Startlöchern.
Geniesse also den Anblick deiner Ortstafel, wenn du heute Abend nach Hause fährst. Wer weiss, wie lange dieser Name noch dort steht.