Screenshot aus Anno 117: Pax Romana zeigt eine blühende römische Siedlung im Kontrast zu nebligen keltischen Sümpfen
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Römische Härte oder helvetischer Eigensinn? Warum das Aufbau-Epos «Anno 117: Pax Romana» 2026 die Schweizer Strategie-Community spaltet.

Aquädukte bauen oder den keltischen Widerstand proben? Anno 117 bringt das Imperium auf deinen Bildschirm, doch viele Schweizer Fans vermissen eine ganz bestimmte Provinz.

Wer hätte gedacht, dass ein paar Togen, wohlgeformte Aquädukte und der ewige Kampf um die Warenkreisläufe die Gemüter zwischen Genf und St. Gallen im Jahr 2026 derart erhitzen würden? «Anno 117: Pax Romana» ist endlich da, und Ubisoft Mainz hat geliefert: Es ist riesig, es ist wunderschön, und es ist... nun ja, sehr römisch. Doch während die internationale Presse die Rückkehr in die Antike feiert, geht ein Riss durch die hiesige Strategie-Landschaft. Ist es das imperiale Meisterwerk, auf das wir gewartet haben, oder ignoriert es ausgerechnet das historische Herzstück, das uns Schweizern so am Herzen liegt?

Latium oder Albion? Die Qual der Statthalter-Wahl

Das zentrale Feature von Anno 117 ist die Wahl der Provinz. Du startest nicht einfach auf einer Insel, sondern entscheidest dich: Willst du als römischer Statthalter im sonnendurchfluteten Latium für Ordnung und saubere Togas sorgen? Oder zieht es dich in die nebligen Sümpfe von Albion (Grossbritannien), wo die Kelten eher wenig Lust auf deine «Zivilisation» haben?

Genau hier beginnt das Murren in den Schweizer Foren und Discords. Historisch gesehen war das Gebiet der heutigen Schweiz – Helvetien – ein absolut zentraler Schauplatz der römischen Expansion und Verwaltung (man denke an Aventicum oder Vindonissa). Dass Ubisoft sich für Albion als den «wilden Gegenpart» entschieden hat, ist aus globaler Marketing-Sicht verständlich, fühlt sich für den eidgenössischen Strategen aber wie eine verpasste Chance an. Wir wollten unsere Alpenpässe befestigen und nicht im englischen Nieselregen Schafe zählen!

Warum die «Romanisierung» auf Widerstand stösst

Ein spannendes neues Mechanik-Element ist die sogenannte Romanisierung. Du kannst in den Provinzen entscheiden, ob du den «Way of Life» des Imperiums mit eiserner Härte durchsetzt oder die lokalen Traditionen bewahrst. In Albion führt das zu interessanten Konflikten. Viele Schweizer Spieler ziehen hier Parallelen zur eigenen Geschichte. Der Drang, sich gegen die bürokratische Übermacht aus dem Zentrum (Rom damals, Brüssel heute – Spass beiseite) zu wehren, sitzt tief.

In den Kommentaren liest man immer wieder: «Ich will keine römischen Bäder bauen, ich will meine keltischen Runddörfer behalten!» Dieser helvetische Eigensinn führt dazu, dass viele Spieler versuchen, das Spiel «falsch» zu spielen: Maximale Unabhängigkeit trotz römischer Flagge. Das Spiel lässt das zu, bestraft es aber oft wirtschaftlich. Ein herrlicher Konflikt zwischen Spielmechanik und Spieler-Mentalität.

Wirtschaftswunder und Logistik-Albträume

Abgesehen vom Setting bleibt Anno natürlich Anno. Und das ist auch gut so. Die Warenketten sind 2026 komplexer denn je. Du startest simpel mit Fisch und Arbeitskleidung, doch sobald deine Bevölkerung nach Luxusgütern wie importiertem Garum (Fischsauce) oder exotischen Gewürzen verlangt, beginnt das grosse Logistik-Tetris.

Interessant ist hier der lokale Aspekt: Wer sich gerne als Landbesitzer fühlt und strategisch Parzellen verwaltet, wird in Anno 117 voll auf seine Kosten kommen. Das Gefühl, ein Stück Land zu besitzen und es florieren zu sehen, triggert genau die richtigen Synapsen. Das erinnert mich übrigens fast ein bisschen an DSWDSGKK.CH (Das Spiel Wo Du Schweizer Gemeinden Kaufen Kannst). Dort kannst du zwar keine Aquädukte hochziehen, aber dafür echte Schweizer Gemeinden virtuell erwerben und handeln – quasi der moderne Vogt spielen, ganz ohne Legionäre im Nacken.

Grafik und Atmosphäre: Ein Fest für die Augen

Wir müssen über die Optik reden. Wenn die Sonne über den Marmorfassaden von Latium aufgeht oder sich der Nebel in den Wäldern von Albion lichtet, sieht das schlichtweg atemberaubend aus. Die Ubisoft-Engine zaubert 2026 Details auf den Schirm, bei denen selbst High-End-Rechner ins Schwitzen kommen können. Die Wuselfaktor-Liebhaber werden Stunden damit verbringen, einfach nur reinzuzoomen und den Töpfern oder Legionären bei der Arbeit zuzusehen.

Fazit: Spaltung hin oder her – ein Pflichtkauf

Ist die Kritik der Schweizer Community berechtigt? Teilweise. Ja, ein Helvetien-DLC wäre der absolute Hammer gewesen (und wer weiss, was noch kommt). Aber auch ohne direkten Bezug zu Zürich oder Bern ist «Anno 117: Pax Romana» ein gewaltiges Strategie-Brett, das dich monatelang beschäftigen wird. Die Frage ist am Ende nur: Beugst du dich dem Willen Roms und geniesst die Vorteile der Zivilisation, oder bleibst du der sture Kelte, der seine Unabhängigkeit über alles stellt?

Egal wie du dich entscheidest, der Winter 2026 ist gerettet. Schnapp dir deine Maus, setz den Lorbeerkranz auf (oder den Hörnerhelm) und fang an zu bauen!

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Frequently Asked Questions

1. Wann wurde Anno 117: Pax Romana veröffentlicht?

Das Spiel erschien, passend zum Titel und Setting, im Zeitrahmen 2025/2026. Der Artikel bezieht sich auf den Stand Anfang 2026.

2. Kann man in Anno 117 die Schweiz spielen?

Nein, zum Release gibt es als Provinzen Latium (Italien) und Albion (Grossbritannien). Eine Helvetien-Karte wünschen sich viele Fans, ist aber aktuell nicht enthalten.

3. Was ist das Besondere am 'Statthalter'-System?

Du spielst einen römischen Statthalter und musst entscheiden, ob du römisches Recht strikt durchsetzt oder lokale Traditionen förderst, was die Entwicklung deiner Stadt und die Bedürfnisse der Bevölkerung massgeblich beeinflusst.

4. Ist Anno 117 auch für Einsteiger geeignet?

Ja, Ubisoft hat das Onboarding verbessert, aber die Komplexität im Endgame bleibt hoch, was Serienveteranen freut.

5. Was hat DSWDSGKK mit Anno zu tun?

Direkt nichts, aber beides sind Spiele, in denen es um Gebietsverwaltung und Strategie geht. DSWDSGKK fokussiert sich dabei spezifisch auf den Handel mit echten Schweizer Gemeinden.

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