Schweizer Dorf mit vielen Solaranlagen auf den Dächern vor Alpenpanorama
Schweiz

Solar-Ranking 2026: Diese Gemeinden produzieren am meisten Strom

Der Solar-Express rollt – aber nicht überall gleich schnell. Während Bern und Zürich um die Krone kämpfen, zeigen kleine Landgemeinden den Städtern, wo der Hammer hängt. Wer liefert den meisten Saft?

Hand aufs Herz: Weisst du, ob dein Nachbar mehr Strom produziert als du? 2026 ist das nicht mehr nur eine Frage für den Stammtisch, sondern bares Geld wert. Die Strompreise tanzen immer noch Polka, und während der Bund mit dem «Solar-Express» aufs Gaspedal drückt, sind es am Ende die Gemeinden, die liefern müssen. Oder eben nicht.

Wir haben uns durch die neusten Zahlen vom Bundesamt für Energie (BFE) und dem «Energie Reporter» gewühlt. Die gute Nachricht vorweg: Die Schweiz hat die 10-Prozent-Hürde beim Solarstrom-Anteil am Gesamtverbrauch längst geknackt. Aber die Unterschiede zwischen den Gemeinden sind so gross wie der Graben zwischen SVP und SP beim Thema Autobahnausbau.

Die David-gegen-Goliath-Überraschung

Man könnte meinen, die grossen Städte mit ihren unendlichen Flachdächern und Industriehallen wären die unangefochtenen Solar-Könige. Falsch gedacht. Wenn es um die installierte Leistung pro Einwohner geht, sehen Zürich, Genf und Basel aus wie Glühwürmchen neben einem Scheinwerfer.

Die wahren Helden der Energiewende tragen Gummistiefel. Kleine Landgemeinden dominieren das Pro-Kopf-Ranking nach Belieben. Der Grund ist simpel: Grosse Scheunendächer, wenig Einwohner. Eine einzige riesige Anlage auf einem Bauernhof in einer 300-Seelen-Gemeinde katapultiert den Ort sofort in die Top 10.

Die Top-Performer 2026 (Pro Kopf)

Ganz oben mischen Gemeinden wie Onnens (VD) mit. Dort steht schon seit Jahren eine der grössten Freiflächenanlagen der Schweiz. Aber auch Newcomer im Kanton Thurgau und Jura haben aufgeholt. Gemeinden wie Güttingen (TG) oder Rossemaison (JU) zeigen, was möglich ist, wenn Gemeinde und Private am gleichen Strick ziehen. Hier kommen auf jeden Einwohner oft mehr als 2000 Watt installierte Leistung – der Schweizer Durchschnitt dümpelt bei rund 1000 Watt herum.

Es ist fast schon peinlich für die Städter: Während man in der Agglo noch über den Denkmalschutz der 50er-Jahre-Siedlung streitet, hat der Bauer im Emmental sein Dach längst vollgepflastert.

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Bern vs. Zürich: Das ewige Duell

Schauen wir auf die absolute Menge an produziertem Solarstrom, verschiebt sich das Bild. Hier zählt Masse. Und hier liefert sich der Kanton Bern ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Zürich – wobei die Berner 2026 die Nase vorn haben.

Der Kanton Bern hat in den letzten vier Jahren seine Solarleistung massiv hochgefahren. Mit über 800 Megawatt installierter Leistung (Stand Anfang 2026) ist Bern der «Solar-Motor» der Schweiz. Das liegt nicht nur an der Stadt Bern selbst, sondern an der schieren Grösse des Kantons und der vielen landwirtschaftlichen Flächen, die aktiviert wurden.

Zürich hingegen ist der schlafende Riese. Das Potenzial auf den Dächern der Stadt Zürich ist gigantisch, wird aber laut den neusten Daten des «Energie Reporters» immer noch zu zögerlich genutzt. Zwar wird gebaut, was das Zeug hält, aber oft bremsen lange Bewilligungsverfahren oder komplexe Besitzverhältnisse bei Mehrfamilienhäusern den Boom.

Die alpinen Solar-Träume

Erinnerst du dich an den Hype um die alpinen Solaranlagen? «Gondosolar» und Co. sollten uns vor der Winterstromlücke retten. 2026 zeigt sich ein ernüchtertes Bild. Viele Riesenprojekte stecken immer noch in Einsprachen fest oder wurden redimensioniert. Die Kosten für den Bau im Hochgebirge sind kein Pappenstiel.

Dennoch gibt es Lichtblicke: Die Anlage an der Muttsee-Staumauer (Axpo) liefert zuverlässig, und in St. Gallen hat man das Stadion Kybunpark 2025 nochmals massiv aufgerüstet. Das zeigt: Man muss nicht zwingend auf den Gletscher, um grosse Mengen Strom zu produzieren. Grosse Infrastrukturbauten im Mittelland tun es auch.

Die Verlierer: Wer jetzt nicht handelt, zahlt drauf

Es gibt sie noch, die weissen Flecken auf der Solar-Landkarte. Oft sind es Gemeinden in den inneren Kantonen oder im Tessin (abseits der Wasserkraft), die ihr Solar-Potenzial kaum ausschöpfen. Wer hier wohnt, zahlt das indirekt über den Strompreis mit. Denn Eigenstrom ist 2026 fast immer günstiger als der Strom aus dem Netz, besonders wenn man die volatilen Marktpreise betrachtet.

Interessant ist der «Röstigraben» beim Solar-Ausbau: Die Romandie holt mächtig auf. Kantone wie Waadt und Freiburg haben erkannt, dass Solarstrom der schnellste Weg zu mehr Unabhängigkeit ist. Die Zeiten, in denen man sich nur auf französische Atomkraft verlassen hat, sind definitiv vorbei.

Was deine Gemeinde tun kann

Warum klappt es in Güttingen und in Zürich-Seebach harzt es? Es liegt oft an der lokalen Politik. Gemeinden, die aktiv fördern – sei es durch unbürokratische Bewilligungen, Beratung oder eigene Vorzeigeprojekte auf Schulhäusern – ziehen Private mit. Der «Gruppendruck» funktioniert: Wenn der Nachbar Solarpanels montiert, will man selbst nicht als Ewiggestriger dastehen.

Falls du denkst, du könntest das besser managen als dein Gemeindepräsident: Beweise es. Bei DSWDSGKK.ch kannst du zeigen, ob du das Zeug zum strategischen Gemeinde-Manager hast. Hol dir deine Heimatgemeinde ab 5 Franken und mach sie zur stärksten Festung der Schweiz.

Der Blick nach vorne: Fassaden sind das neue Gold

Da die Dächer langsam voll werden, rücken 2026 die Fassaden in den Fokus. Besonders im Winter, wenn die Sonne tief steht, sind Solar-Fassaden effizienter als Dachanlagen. Gemeinden, die ihre Bauordnung entsprechend angepasst haben, sehen wir im Ranking 2027 garantiert weiter oben. Auch Parkplatz-Überdachungen sind endlich kein Tabu mehr – die grossen Einkaufszentren machen es vor.

Der Kampf um den Solar-Thron ist noch lange nicht entschieden. Aber eines ist klar: Wer wartet, bis der Strom wieder billiger wird, der wartet vermutlich bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.

Frequently Asked Questions

1. Welche Schweizer Gemeinde hat am meisten Solaranlagen?

Das hängt von der Messweise ab. Absolut führen grosse Städte und der Kanton Bern. Pro Kopf liegen kleine Landgemeinden wie Onnens (VD) oder Güttingen (TG) dank grosser Dachflächen und wenig Einwohnern vorn.

2. Wie viel Prozent Solarstrom hat die Schweiz 2026?

Die Schweiz deckt mittlerweile über 10% ihres Jahresstromverbrauchs durch Photovoltaik ab. Im Sommer liegt der Anteil deutlich höher, im Winter hilft der Import oder Wasserkraft.

3. Lohnt sich eine Solaranlage 2026 noch?

Ja, absolut. Da die Strompreise volatil bleiben und die Gestehungskosten für Solarstrom (trotz Inflation) konkurrenzfähig sind, ist der Eigenverbrauch fast immer günstiger als der Netzstrom.

4. Was ist der Solar-Express?

Der Solar-Express ist eine dringliche Gesetzgebung des Bundes, die den Bau von grossen alpinen Solaranlagen beschleunigen soll, um die Winterstromlücke zu schliessen.

5. Welcher Kanton produziert am meisten Solarstrom?

Der Kanton Bern liegt bei der installierten Leistung oft an der Spitze, dicht gefolgt von Zürich (wegen des riesigen Potenzials) und der Waadt.

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