Seien wir ehrlich: Der Blick aus dem Fenster war diesen Februar in vielen Teilen der Schweiz eher ernüchternd. Statt Pulverschnee bis ins Flachland gab es oft nur Matsch oder gleich grüne Wiesen. Die Liftpreise steigen, während die Schneegrenze klettert. Aber keine Sorge, 2026 hat uns eine Alternative geschenkt, die nicht nur günstiger ist als ein Tagespass in Zermatt, sondern auch deutlich mehr Nervenkitzel bietet – und das ganz ohne Skier.
Die Rede ist von Subnautica 2. Der Nachfolger des legendären Survival-Hits ist endlich da (oder besser gesagt: im Early Access voll durchgestartet) und er bringt das Feature mit, auf das wir seit fast einem Jahrzehnt gewartet haben: Koop-Multiplayer. Warum das Abtauchen auf einem fremden Planeten genau das ist, was dein Squad jetzt braucht, erfährst du hier.
Endlich nicht mehr alleine bibbern
Wer den ersten Teil oder Below Zero gespielt hat, kennt dieses beklemmende Gefühl: Du bist mutterseelenallein in einer wunderschönen, aber absolut tödlichen Ozeanwelt. Das war fantastisch für die Atmosphäre, aber manchmal wünschte man sich einfach jemanden an die Seite, der einem zuruft: «Hinter dir!».
In Subnautica 2 können sich nun bis zu vier Spieler gemeinsam in die Tiefen wagen. Und das ändert alles:
- Arbeitsteilung: Während einer die Basis baut, geht der andere auf Ressourcensuche und der dritte lenkt den riesigen Leviathan ab (und wird wahrscheinlich gefressen).
- Geteilte Angst ist halbe Angst: Wenn du in 800 Metern Tiefe plötzlich ein Grollen hörst, ist es beruhigend zu wissen, dass du nicht der einzige Snack auf der Speisekarte bist.
- Chaos-Faktor: Ja, es ist Survival, aber mit Freunden wird es schnell zur chaotischen Comedy, wenn jemand versehentlich das U-Boot gegen eine Felswand setzt.
Eine neue Welt, tödlicher als die Mausefalle
Die Entwickler von Unknown Worlds haben uns nicht einfach zurück auf den Planeten 4546B geschickt. Nein, wir sind auf einer völlig neuen Welt. Die Biome sind noch surrealer, die Pflanzen leuchten noch intensiver und die Kreaturen... nun ja, sagen wir einfach, sie sind gross, hungrig und haben definitiv zu viele Zähne.
Besonders beeindruckend ist die Vertikalität im neuen Teil. Es geht tiefer hinab als je zuvor. Die dunklen Zonen, in die absolut kein Sonnenlicht dringt, sind im Koop-Modus eine ganz eigene Erfahrung. Ihr müsst euch mit Lichtsignalen verständigen und aufeinander aufpassen. Das schweisst mehr zusammen als jedes Teambuilding-Event im Büro.
Basenbau für Architekten und Bünzlis
Der Basenbau wurde für den Multiplayer komplett überarbeitet. Ihr baut nicht mehr nur kleine Röhren, sondern könnt riesige Unterwasser-Komplexe errichten. Das Gefühl, gemeinsam ein Zuhause in einer feindlichen Umgebung zu schaffen, ist extrem befriedigend. Ihr steckt Claims ab, diskutiert, wo das Panorama-Fenster hin soll, und streitet euch darüber, wer den Müll (bzw. den Atommüll des Reaktors) rausbringt.
Apropos Claims und Besitztümer: Das Gefühl, ein Stück Land – oder in diesem Fall Meeresboden – sein Eigen zu nennen, triggert ja bekanntlich unsere Instinkte. Falls dir der virtuelle Ozean nicht reicht und du im echten Leben mal Herr über «Hintertupfingen» sein willst, schau dir mal das Spiel DSWDSGKK.CH an, wo man tatsächlich Schweizer Gemeinden kaufen kann. Aber zurück ins Wasser: In Subnautica 2 gehört euch das Riff erst, wenn ihr es gegen die einheimische Fauna verteidigt habt.
Grafik-Pracht dank Unreal Engine 5
Technisch hat das Spiel einen riesigen Sprung gemacht. Dank der Unreal Engine 5 sieht das Wasser so realistisch aus, dass man fast schon nass wird. Die Lichtbrechungen, die Biolumineszenz der Pflanzen in der Nacht und die detailreichen Texturen der Monster sind atemberaubend. Gerade wenn draussen das Wetter grau und trüb ist, ist diese Farbenpracht Balsam für die Gamer-Seele.
Fazit: Der Winter ist gerettet
Wer braucht schon künstlich beschneite Pisten, wenn er einen ganzen Ozean voller Geheimnisse haben kann? Subnautica 2 liefert genau das, was wir uns gewünscht haben: Das geniale Gameplay des Originals, erweitert um die Freude (und das Leid), es mit Freunden zu teilen. Es ist das perfekte Spiel, um die kalten Abende zu überbrücken, bis der Frühling kommt.
Also, schnapp dir dein Headset, trommle deine Crew zusammen und taucht ab. Aber vergiss nicht: Wenn du Schreie im Dunkeln hörst, schwimm einfach schneller als dein langsamster Freund.