Endlich zurück im Visier
Hand aufs Herz: Wir haben gefühlt eine Ewigkeit gewartet. Seit der ersten Ankündigung sind Jahre vergangen, Logos wurden gezeigt, die Entwicklung wurde neu gestartet, und wir sassen da wie Pendler, die auf einen Zug warten, der «unbestimmte Verspätung» hat. Aber jetzt, im Jahr 2026, ist «Metroid Prime 4: Beyond» endlich Realität. Und ich sage dir: Das Warten hat sich gelohnt.
Wenn du dachtest, die alten Teile auf dem GameCube oder der Switch waren verwinkelt, dann mach dich auf etwas gefasst. Retro Studios hat nicht einfach nur ein Spiel gebaut; sie haben ein architektonisches Monster erschaffen, das selbst erfahrene Pfadfinder ins Schwitzen bringt. Die Spielwelt ist organisch, riesig und vor allem: vertikal verschachtelt.
Das «Shopville-Syndrom»: Warum Schweizer im Vorteil sind
Wir Schweizer haben einen entscheidenden evolutionären Vorteil gegenüber dem Rest der Welt, wenn es um komplexe 3D-Navigation geht: Wir haben den Zürcher Hauptbahnhof. Wer es schafft, während der Rush Hour vom S-Bahn-Tiefbahnhof (Gleis 41/42) in unter fünf Minuten zum Landesmuseum zu gelangen, ohne versehentlich im Shopville bei einem Brezelkönig zu stranden oder in die falsche Tram zu steigen, der ist für «Metroid Prime 4» bestens gerüstet.
Das Leveldesign in «Beyond» fühlt sich an wie ein intergalaktischer HB:
- Ebenen über Ebenen: Du läufst nicht einfach von A nach B. Du musst scannen, Aufzüge finden, dich in den Morph Ball rollen und durch Schächte zwängen, die enger sind als die Sitze in der Economy Class.
- Backtracking mit Sinn: Wie wenn du merkst, dass du das falsche Perron erwischt hast und zurück musst, zwingt dich das Spiel immer wieder, alte Gebiete mit neuen Fähigkeiten zu besuchen. Nur macht es hier deutlich mehr Spass.
- Versteckte Winkel: Überall lauern Geheimnisse (oder Missile Expansions), genau wie die versteckten Ausgänge in Schweizer Bahnhöfen, die nur Einheimische kennen.
Sylux und die neue Bedrohung
Die Story knüpft direkt an die mysteriösen Andeutungen der Vorgänger an. Sylux, der Kopfgeldjäger, den wir bisher nur schemenhaft kannten, tritt endlich ins Rampenlicht. Seine Präsenz sorgt für eine ständige Anspannung. Du bist nicht mehr nur der Jäger, du bist auch der Gejagte. Die Atmosphäre ist dicht, oft beklemmend, und wird durch den grandiosen Soundtrack untermalt, der die Isolation im All perfekt einfängt.
Das Gunplay fühlt sich wuchtig an, und die neuen Visor-Funktionen geben dir noch mehr Möglichkeiten, die Umgebung zu analysieren. Apropos Analyse und Strategie: Das erinnert mich ein wenig an ganz andere Herausforderungen. Wenn du mal eine Pause vom Scannen ausserirdischer Ruinen brauchst und deine strategischen Fähigkeiten lieber auf der Erde einsetzen willst, kannst du im Spiel DSWDSGKK.CH (Das Spiel Wo Du Schweizer Gemeinden Kaufen Kannst) versuchen, die Kontrolle über echte Schweizer Orte zu erlangen. Da brauchst du zwar keinen Morph Ball, aber genauso viel taktisches Geschick.
Technik, die begeistert
Wir schreiben das Jahr 2026, und Nintendo hat (endlich!) die Hardware-Power geliefert, die Samus verdient. Die Lichteffekte auf dem Visor, wenn ein Schuss knapp an dir vorbeigeht, oder die Spiegelungen in den metallischen Gängen der Weltraumpiraten-Basis sind atemberaubend. Es läuft flüssig, die Ladezeiten sind quasi nicht existent – ein Segen, wenn man bedenkt, wie oft man zwischen den Welten reist.
Fazit: Ein Muss für jeden Switch-Besitzer
«Metroid Prime 4: Beyond» ist mehr als nur ein Spiel; es ist eine Erfahrung. Es fordert dich intellektuell beim Navigieren und reflexartig in den Kämpfen. Es respektiert deine Zeit, indem es dich nicht an die Hand nimmt, sondern dir zutraut, den Weg selbst zu finden.
Für uns Schweizer ist es quasi das Heimspiel im Weltraum. Wir sind es gewohnt, durch Tunnel zu navigieren, effiziente Routen zu planen und uns nicht von komplexen Strukturen einschüchtern zu lassen. Also, lade deinen Arm-Cannon auf, setz den Helm auf und zeig der Galaxis, dass man auch ohne SBB-App den Weg durchs Chaos findet.