Wenn der Gemeindepräsident nicht weiss, wohin mit dem Stutz
Hand aufs Herz: Wenn du deine Steuerrechnung öffnest, kommen dir selten Freudentränen. Aber stell dir vor, du lebst an einem Ort, wo die Gemeindeversammlung nicht darüber streitet, ob sie sich die Sanierung der Turnhalle leisten kann, sondern ob man den Dorfplatz mit Marmor oder Granit neu pflastert. Willkommen in der Realität der reichsten Schweizer Gemeinden im Jahr 2026.
Während Krankenkassenprämien und Mietzinsen uns Normalsterblichen den Schweiss auf die Stirn treiben, gibt es in der Schweiz finanzielle Inseln, die im Geld schwimmen. Wir sprechen hier nicht nur von tiefen Steuern. Wir sprechen von «Nettovermögen». Das sind Gemeinden, die faktisch schuldenfrei sind. Sie haben mehr Geld auf der hohen Kante, als sie Verpflichtungen haben. Wer gehört 2026 zu diesem exklusiven Club? Spoiler: Es sind nicht nur die üblichen Verdächtigen am Zürichsee.
Freienbach und die Schwyzer Goldgrube
Es ist offiziell: 2026 führt kaum ein Weg am Kanton Schwyz vorbei. Speziell der Bezirk Höfe bleibt das Mass aller Dinge. Nachdem Freienbach im letzten Jahr im grossen Gemeinderanking der «Bilanz» wieder auf Platz 1 geschossen ist, hat sich die finanzielle Lage dort noch weiter gefestigt. Warum? Die Mischung macht's.
Erstens: Die Steuern sind tief. Extrem tief. Für 2026 profitieren Singles und Verheiratete von Steuersätzen, bei denen einem Zürcher Städter schwindelig wird (im positiven Sinne). Zweitens: Die Promi-Dichte. Wo Leute wie Martin Ebner oder Stephan Schmidheiny steuern zahlen, kommt ordentlich was zusammen. Freienbach und das benachbarte Altendorf liefern sich hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die wohlhabendsten Einwohner.
Das Resultat sind Gemeindekassen, die so voll sind, dass die grösste Herausforderung oft darin besteht, den Finanzhaushalt so zu gestalten, dass man nicht zu viel in den nationalen Finanzausgleich (NFA) abdrücken muss. Denn wer hat, dem wird genommen – zumindest im föderalistischen Ausgleichssystem.
Du willst auch ein Stück vom Kuchen?
Mal ehrlich: Ein Haus in Freienbach oder Altendorf zu kaufen, ist für die meisten von uns Utopie. Die Immobilienpreise dort sind genauso astronomisch wie die Steuern tief sind. Aber es gibt einen Weg, wie du dir diese Goldgruben trotzdem sichern kannst.
Was wäre, wenn du deine Wunschgemeinde einfach kaufen könntest? Bei DSWDSGKK.ch geht das — ab CHF 5. Im Spiel kannst du dir Freienbach schnappen, die Steuern selbst festlegen und schauen, ob du die Finanzen genauso gut im Griff hast wie der echte Gemeinderat. Aber Vorsicht: Im Spiel wie in der Realität gibt es Neider, die dir dein Territorium streitig machen wollen.
Die stillen Riesen: Meggen und die Waadtländer Überraschungen
Schauen wir weg vom Zürichsee in die Zentralschweiz. Wenn es um das «Nettovermögen pro Kopf» geht, ist Meggen im Kanton Luzern oft der heimliche König. Die Gemeinde liegt idyllisch am Vierwaldstättersee und hat eine derart hohe Dichte an Vermögenden, dass das Pro-Kopf-Vermögen hier regelmässig alle Rekorde bricht. Meggen ist 2026 nicht nur schuldenfrei, sondern verfügt über Reserven, von denen mittelgrosse Städte nur träumen können.
Aber auch in der Romandie gibt es Gemeinden, die vor Geld kaum laufen können. Kennst du Coinsins? Das kleine Dorf im Waadtland ist dank dem Sitz grosser Firmen (wie Merck Serono) eine der steuerstärksten Gemeinden der Schweiz. Oder Vaux-sur-Morges, wo der Roche-Erbe André Hoffmann für volle Kassen sorgt. In diesen Gemeinden zahlt oft eine einzige Firma oder eine einzige Familie so viel Steuern, dass der Rest der Dorfbevölkerung quasi «gratis» mitläuft.
Kanton Zürich: Zumikon jagt Kilchberg
Im Kanton Zürich gab es für 2026 eine erfreuliche Entwicklung: Der Kanton selbst hat den Steuerfuss gesenkt, und viele Gemeinden sind nachgezogen. 33 Zürcher Gemeinden haben ihre Steuern für 2026 reduziert. Der neue Spitzenreiter im Tiefsteuer-Ranking ist Zumikon. Die Gemeinde an der Goldküste hat Kilchberg überholt und lockt nun mit dem attraktivsten Steuerfuss im Kanton.
Was bedeutet das für die Verschuldung? Diese Gemeinden operieren oft mit einem sogenannten «Nettovermögen». Das heisst, sie haben zwar buchhalterische Schulden (z.B. für laufende Investitionen), aber ihre Finanzanlagen (Aktien, Immobilien, Liquidität) übersteigen diese Schulden bei weitem. Faktisch könnten sie alle ihre Schulden morgen zurückzahlen und hätten immer noch Millionen auf dem Konto.
Zug: Der Zahlmeister der Nation
Kein Artikel über reiche Gemeinden ohne Zug. Der Kanton Zug und seine Gemeinden (allen voran die Stadt Zug, Baar und Risch) spielen in einer eigenen Liga. Für 2026 zahlt der Kanton Zug im Finanzausgleich den Rekordwert von über 3500 Franken pro Einwohner in den Topf. Das muss man sich mal vorstellen: Jeder Zuger «spendet» rechnerisch fast einen Monatslohn an Kantone wie das Wallis oder Bern, und trotzdem schreibt der Kanton schwarze Zahlen und senkt Steuern.
Die Gemeinde Baar ist hier besonders spannend. Sie hat traditionell extrem hohe Ertragsüberschüsse. Hier wird nicht gespart, hier wird investiert. Neue Schulen, perfekte Strassen, Kulturförderung – wenn die Kasse voll ist, lebt es sich leichter.
Du kennst alle diese Finanz-Hotspots? Dann beweise es bei DSWDSGKK.ch — dem Strategiespiel rund um alle Schweizer Gemeinden. Bau dir dein eigenes Imperium im Kanton Zug auf und nutze die Ressourcen, um im Tower-Defense-Modus gegen andere Spieler zu bestehen. Strategie ist alles, wenn du dein Vermögen verteidigen willst.
Was bedeutet «Schuldenfrei» wirklich?
Es ist wichtig, einen Mythos aufzuklären. «Schuldenfrei» heisst in der Gemeindefinanzstatistik nicht zwingend, dass auf dem Konto «Fremdkapital» eine Null steht. Gemeinden nehmen oft Kredite auf, weil die Zinsen tief sind oder weil es betriebswirtschaftlich Sinn macht.
Die Zauberformel heisst Nettovermögen pro Einwohner. Berechnet wird das so:
(Finanzvermögen minus Fremdkapital) geteilt durch Einwohnerzahl.
Liegt dieser Wert im Plus, hat die Gemeinde Nettovermögen. Liegt er im Minus, hat sie Nettoschulden. Die Gemeinden in diesem Artikel – Freienbach, Meggen, Zug, Zumikon – haben oft ein Nettovermögen von über 10'000 Franken pro Einwohner. Zum Vergleich: Viele Durchschnittsgemeinden kämpfen mit einer Nettoschuld von 2'000 bis 5'000 Franken pro Kopf.
Luxusprobleme: Wenn Sparen schwierig wird
Man könnte meinen, volle Kassen seien nur positiv. Aber sie bringen politische Herausforderungen mit sich. In Gemeinden mit massivem Überschuss sinkt oft die Disziplin. Braucht es wirklich den dritten Kunstrasenplatz? Muss das neue Gemeindehaus von einem Stararchitekten entworfen werden?
Zudem wächst der Druck von aussen. Der nationale und kantonale Finanzausgleich (NFA) wird immer wieder angepasst. 2026 fliessen rekordhohe 6,4 Milliarden Franken durch das System. Die Gebergemeinden murren zwar, aber sie zahlen. Denn die Alternative wäre eine stärkere Steuerharmonisierung – und das will in den reichen Gemeinden niemand.
Für dich als Einwohner einer solchen Gemeinde bedeutet das: Du profitierst von einer top Infrastruktur, tiefen Steuern und oft auch von grosszügigen Vereinsförderungen. Der einzige Nachteil? Du musst dir die Wohnung erst mal leisten können, um dort steuerpflichtig zu werden.